VUSR fordert Politik auf, Re-Start zu unterstützen

5. März 2021 Aus Von Gerlach

Einen Tag nach den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern haben mehr als 100 Mitglieder des Reisebüro-Verbands VUSR einmal mehr mit Politikern über die schwierige Situation für die Touristik diskutiert. Der Tenor: Die Reisebüros sind für einen Re-Start in der Touristik bestens aufgestellt. Doch an der Unterstützung durch die Politik hapere es noch immer.  

Die Politiker und Politikerinnen seien gefordert, das notwendige Vertrauen und die Sicherheit in eine veränderte Reisewelt zu schaffen, forderte VUSR-Chefin Marija Linnhoff. „Und sollten sie das nicht hinbekommen, ist es umso wichtiger, dass sie hier nicht ständig alles torpedieren und so durch unsachliche Äußerungen jedes kleine Pflänzchen Hoffnung bei den Reisewilligen gleich wieder kaputt machen.“

An dem Parlamentarischen Frühstück, zu dem der VUSR eingeladen hatte, nahmen auch die Chefs von Best Reisen, Solamento und Tourcontact teil, ebenso wie Vertreter der Veranstalter Schauinsland Reisen, Alltours und Bentour Reisen. Auch einige Politiker wie der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, und CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak sowie zahlreiche Mitglieder des Tourismusausschusses samt dem Vorsitzenden hatten sich zu dem Online-Meeting zugeschaltet.

Das Gespräch nutzten die Reiseexperten auch, um über die Ergebnisse der Bund-Länder-Konferenz zu diskutieren, die von vielen als "suboptimal" empfunden werden. Darüber hinaus wurden die laut Linnhoff für die Reisebüros sehr wichtigen vier „R“ eingefordert: den Referenzumsatz als Teil der Berechnungsgrundlage der Überbrückungshilfe III, die Aufnahme der Rechnungen an Leistungsträger für Mehraufwand als externe Ausfallkosten, eine Nachbesserung beim Reisesicherungsfonds und eine Perspektive für den Re-Start der Touristik mit Sicherheit und Vertrauen. 

„Für alle war spürbar, dass wichtige Player die Politik inzwischen wohl verstanden haben, dass sie an der Ausgestaltung der Ü-Hilfe III nachjustieren müssen, damit die bisher gewährten Hilfen am Ende nicht einfach verpuffen und Insolvenzen lediglich verschoben werden“, lautete Linnhoffs Fazit nach dem Meeting. Doch bis ein Ergebnis vorliegt, werden wohl noch einige Gespräche folgen müssen. (uf)

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