Verbände fordern Aufhebung von Einreiseverboten 

28. Mai 2021 Aus Von Gerlach

Mehrere Tourismusverbände fordern, die Einreiseverbote mit Drittstaaten auch für private Reisen aufzuheben. Sie beziehen sich auf eine Empfehlung des Europäischen Rates. Diesem zufolge besteht angesichts des Fortschritts bei Impfkampagnen und Teststrategien die Möglichkeit, den internationalen Reiseverkehr deutlich zu erleichtern.

In einer gemeinsamen Erklärung appellieren DRV, BTW, BDL und BDI an die Bundesregierung, zu agieren. „Damit Deutschland im Reiseverkehr nicht hinterherhinkt, ist rasches Handeln erforderlich“, heißt es. Erleichterungen seien dringend notwendig, da unter anderem Hotels, Restaurants und viele andere Betriebe in Deutschland auf die Einnahmen durch den Tourismus angewiesen seien. 

Deutsche Flughäfen: Nur 44 Prozent des Angebots von 2019 

Die Verbände verweisen auf Länder wie Spanien, Griechenland, Italien und die Türkei. Dort erhole sich der Luftverkehr bereits deutlich und man erwarte im August wieder 80 bis 100 Prozent des August-Reiseverkehrs auf Vorkrisen-Niveau. Ebenso verhalte es sich bei den Nachbarländern Niederlande, Österreich und Frankreich. 

Deutschland hingegen drohe zurückzufallen, warnen die Experten. „Die hiesigen Flugpläne gehen davon aus, im August lediglich 63 Prozent des Flugverkehrs zu erreichen. Betrachtet man den Zeitraum von Mai bis August, werden an den deutschen Flughäfen nur 44 Prozent des Angebots von 2019 möglich sein.“ 
 
Konkret fordern DRV, BTW, BDL und BDI unter anderem digitale Lösungen für den Nachweis von Impfungen, Genesung und Tests im Verkehr mit Drittstaaten. Darüber hinaus sollte die pauschale Testpflicht vor Abflug nach Deutschland auf jene Reisenden beschränkt werden, die aus einem Risikogebiet einreisen. Auch die Befreiung von pauschalen Quarantäneverpflichtungen auf Basis einer gut zu kontrollierenden Teststrategie sei ein wichtiger Schritt, heißt es. 

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