Ukraine-Krieg: Sperrung des russischen Luftraums droht

27. Februar 2022 Aus Von Gerlach

Wegen des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine drohen weitreichende Konsequenzen für den Luftverkehr Richtung Osten. Mehrere EU- und Nato-Länder haben ihren Luftraum für russische Flugzeuge gesperrt, auch Deutschland schließt sich diesem Schritt an.

Wie das Bundesverkehrsministerium via Twitter mitteilt, ist der deutsche Luftraum ab Sonntag um 15 Uhr für russische Luftfahrzeuge gesperrt. Das habe Verkehrsminister Volker Wissing angeordnet. Damit droht auch deutschen Airlines ein Flugverbot über dem russischen Luftraum, das Russland bereits über andere EU- und Nato-Staaten verhängt hat.

Die Putin-Regierung reagiert damit auf das Flugverbot für russische Airlines unter anderem seitens der baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen, das am Sonntag seit Mitternacht gilt. Zuvor hatten bereits Großbritannien, Polen, Tschechien und Bulgarien ihren Luftraum für russische Maschinen gesperrt.

Lufthansa setzt Flüge nach Russland aus

Allerdings haben verschiedene Airlines schon von sich aus reagiert. So teilte Lufthansa mit, zunächst nicht mehr nach oder über Russland zu fliegen. Dies geschehe aufgrund „der aktuellen und sich abzeichnenden regulatorischen Situation“ und gelte für sieben Tage. Verbindungen nach Russland werden demnach ausgesetzt. Lufthansa-Flüge Richtung Asien kehrten am Samstag um und landeten wieder in Frankfurt und München.

Auch die niederländische Fluggesellschaft KLM hat nach eigenen Angaben ihre Russland-Flüge für sieben Tage gestrichen und wird den russischen Luftraum meiden. KLM könne nicht mehr garantieren, dass Flüge nach Russland oder über russisches Territorium sicher zurückkehren könnten, heißt es zur Begründung.

Deutsche Bahn hilft flüchtenden Ukrainern

Derweil zeigt sich die Deutsche Bahn solidarisch mit den ukrainischen Bürgern, die aus Angst vor dem Krieg ihr Land verlassen. Wie die DB mitteilt, können alle Geflüchteten mit ukrainischem Pass oder Personalausweis ab sofort kostenlos Fernzüge aus Polen in Richtung Deutschland bis Berlin nutzen. Damit soll Flüchtenden die Weiterreise ab der Grenze erleichtert werden. Die Bahn stehe dazu in engem Austausch mit den Behörden und den Partnerbahnen in den Nachbarländern Polen, Tschechien und Österreich, heißt es.

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