Tunesien in der Re-Start-Phase 

1. Juni 2021 Aus Von Gerlach

„Wir gehen positiv in die Saison. Die Gäste hatten schon vergangenes Jahr bei uns Spaß – trotz Distanz und Maske“, erklärt Maike Mahmoud während eines Livestreams aus dem TUI Magic Life Africana im tunesischen Yasmine Hammamet. Maike Mahmoud, stellvertretende Direktorin des TUI Magic Life Africana, ist eine der Expertinnen und Experten, die am Dienstag zahlreiche Interessierte während eines Webinars mit auf eine spannende virtuelle Inforeise durch Tunesien nehmen. 

Eine Stunde lang dauert das Webinar, das das Tunesische Fremdenverkehrsamt mit touristik aktuell und dem Netzwerk Tourismuszukunft organisiert hat. Wer es verpasst hat, kann es im Nachhinein in aller Ruhe über Facebook abrufen. Hier zeigen Maike Mahmoud und ihre Kollegin Ines Daly den Zuschauern bei einem Rundgang den TUI Magic Life Africana , der seit 1. Mai wieder geöffnet hat.

Umfangreiche Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen in den Hotels

Maximal 70 Prozent der Zimmer dürfen derzeit verkauft werden. Einschränkungen innerhalb der Anlage gibt es keine mehr, erklärt Mahmoud. „Wir haben unser Angebot nicht verkleinert.“ Selbst Fußballspielen auf dem neuen Platz, Katamaran- und Bananefahren seien möglich. Und Tanzen. „Jeder tanzt dabei an seinem Tisch und hält Abstand zu anderen Gästen“, weiß die Assistentin von Hoteldirektor Chafik Gargouri.  

Auch auf die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen, weist sie hin: In den Restaurants seien die Büffets nun hinter Glasscheiben, Kollegen reichten den Gästen die Speisen. Und natürlich tragen alle Mitarbeiter eine Maske, wahren Distanz zu den Gästen und setzen alle Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen um, die Tunesien bereits 2020 im „Ready and Safe“ Maßnahmenkatalog entwickelt habe.  

Darüber hinaus will der tunesische Staat so schnell wie möglich alle Tourismusmitarbeiter impfen. „Wir glauben, dass noch im Juni alle im Tourismus tätigen Mitarbeiter geimpft werden können“, sagt Andrea Philippi, Pressereferentin vom Tunesischen Fremdenverkehrsamt in Frankfurt. 

Einreise mit PCR-Test 

Laut Philippi ist das Land bereit für den Re-Start. Wer schon zweimal geimpft (gelber Impfpass reicht derzeit) oder genesen sei, benötige keinen PCR-Test mehr, um in Tunesien einzureisen. Ansonsten sei ein negativer PCR-Test Pflicht, der frühestens 72 Stunden vor Check-in gemacht werden darf.  

Pauschaltouristen (auch Baustein-Gäste, die Hotel, Flug und Transfer separat gebucht haben) werden vom Flughafen direkt zum Resort gefahren und bewegen sich die ersten fünf Tage nur im Hotel oder machen Ausflüge innerhalb ihrer Gruppe. Nach einem weiteren negativen Covid-Test am fünften Tag nach Ankunft können sie auch allein das Land erkunden, erläutert Philippi. 

Grüner Norden 

Und Entdeckungstouren lohnen sich laut Andrea Philippi auf jeden Fall. Ein Highlight sei beispielsweise der grüne Norden um Bizerte. „Die grandiosen Landschaften erinnern viele Besucher eher an die Schweiz oder das Allgäu, wenn die Palmen nicht wären“, so Philippi. Mit Tunesian Campers gebe es dort auch eine neue Agentur, die sich auf Wanderurlaub spezialisiert habe. Beliebt seien auch die Golfplätze um Tabarka.  

„Den Ballast in der Wüste lassen“, empfiehlt Philippi für Südtunesien mit seinen Sand- und Geröllwüsten, den Dünen und den Salzseen. In der Bergoase Chebika bei Tozeur werde die Spaltung der Erdplatte sichtbar. Sehenswert seien auch die Höhlenwohnungen der Berber im Dahar-Gebirge und natürlich die Drehorte der Star-Wars-Filme. 

Rooftop-Feeling 

„Eine eigene Destination“ ist für Philippi die Hauptstadt Tunesiens – Tunis. Eine Mischung aus Unesco-Kulturerbe mit Karthago und der Medina, garniert mit Art-Déco-Gebäuden in Downtown, einer reichhaltigen Kunstszene und angesagten Rooftop-Terrassen, wie sie etwa das Dar El Jeld Hotel & Spa zu bieten hat. Zu den empfehlenswerten Unterkünften zählt Phillipi das La Villa Bleue in Sidi Bou Said und The Residence Tunis

Diese und andere Orte wollen Andrea Philippi und Riadh Dekhili, Direktor des Fremdenverkehrsamts Tunesien in Frankfurt, deutschen Reisebüro-Mitarbeitern auch gerne schnellstmöglich wieder bei Famtrips zeigen. „Kommen Sie nach Tunesien", wirbt Dekhili, der gerade in seinem Heimatland unterwegs ist. 

Wer Interesse hat, kann sich per Mail an das Sekretariat des Fremdenverkehrsamtes wenden. Noch allerdings muss mit den Famtrips etwas gewartet werden. Denn seit 25. April 2021 haben die deutschen Behörden Tunesien als Hochrisikogebiet klassifiziert, weshalb man bei Rückankunft in Deutschland fünf Tage in Quarantäne muss. 

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