TUI Fly streicht Flotte und Jobs zusammen

19. Juni 2020 Aus Von Gerlach

Die radikale Schrumpfkur bei TUI Fly rückt näher. Am Donnerstag hat der Aufsichtsrat des Ferienfliegers den Sparplänen der Geschäftsführung zugestimmt. 

Demnach wird die Flotte von 39 Boeing-737-Maschinen auf 17 zusammengestrichen. Zudem will sich TUI Fly künftig auf die Abflughäfen Hannover und Düsseldorf als die größten Flotten-Standorte sowie Frankfurt, München und Stuttgart konzentrieren, heißt es in einer Mitteilung der Airline.

Gewerkschaften befürchten nun, dass an den Standorten in Bremen, Köln/Bonn, Hamburg, Berlin, Münster/Osnabrück und Nürnberg viele hundert Arbeitsplätze wegfallen – die Rede ist von möglicherweise bis zu 900 Vollzeitstellen. Nach Angaben der Fluglinie ist ein Stellenabbau in der Technik, Verwaltung sowie bei Crews vorgesehen.

„Es sind zweifellos große Veränderungen und Einschnitte für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für das Unternehmen“, räumt TUI-Fly-Chef Oliver Lackmann ein. Aber die Flotte sei für die Kundenzahl des Reiseveranstalters TUI zu groß, weshalb diese verkleinert werden müsse.

Zudem sollen die fünf Fluggesellschaften des Konzerns künftig enger zusammenarbeiten, heißt es weiter. Danach werden die europäischen TUI-Airlines in einem ersten Schritt unter dem Dach einer Gesellschaft zusammengeführt. Diese zentrale Flugsparte soll ihren Sitz in Hannover haben.

TUI Fly will mit den Gewerkschaften nun „zeitnah“ Verhandlungen über die Verkleinerung der Flotte aufnehmen. Grundlage für die Verhandlungen sei auch die bis Ende 2021 bestehende Beschäftigungssicherung, die für alle Gesellschaften der TUI Group in Deutschland mit dem Konzernbetriebsrat vereinbart wurde. Sie schließt betriebsbedingte Kündigungen mit Wirkung vor Ende 2021 aus.

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