TUI: „2021 wird ein Übergangsjahr“

10. Dezember 2020 Aus Von Gerlach

TUI bereitet sich nach dem Corona-Krisenjahr 2020 derzeit intensiv auf den Neustart 2021 vor. Der Konzern sieht „Licht am Ende des Tunnels“ und „gute Perspektiven“ für den Tourismus und das eigene Unternehmen, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung zum Jahresausklang.

Der Urlaubssektor werde sich schneller erholen als der Gesamtsektor, ist man in Hannover überzeugt. Mit einer Rückkehr zum Niveau vor Corona sei allerdings erst 2022 zu rechnen – „2021 wird für den Tourismus ein Übergangsjahr“, so TUI.

Das Unternehmen war vor Ausbruch der Pandemie nach eigenen Angaben „hervorragend“ in das Geschäftsjahr gestartet: Im Januar wurde mit 14 Prozent ein Buchungsrekord erzielt. Die weltweiten Reisewarnungen seit März 2020 haben den Konzern dann zur weitgehenden Einstellung des Geschäfts gezwungen. Daraufhin wurden „frühzeitig Kostensenkungs- und Finanzierungsmaßnahmen eingeleitet“, heißt es rückblickend.

Dennoch fällt die Bilanz drastisch aus: Das bereinigte EBIT betrug nach Angaben des Unternehmens minus drei Milliarden Euro (Vorjahr 893,5 Millionen Euro). Der Umsatz lag bei 7,9 Milliarden Euro und damit 58 Prozent unter dem Vorjahr (18,9 Milliarden Euro). Das langfristige Ziel, die jährlichen Kosten zu senken wird von zuvor 300 Millionen Euro auf nun 400 Millionen Euro erhöht.

„TUI war vor der Krise kerngesund"

Die schnellen Maßnahmen zu Kostensenkungen und zur Liquiditätssicherung – darunter das zusätzliche Finanzierungspaket in Höhe von 1,8 Milliarden Euro – bildeten für den Konzern „ein stabiles Fundament für die Zukunft“, sagt der Vorstandsvorsitzende Fritz Joussen. „TUI war vor der Krise kerngesund, und wir wollen so schnell wie möglich zu alter Stärke zurückkehren.“

Den Markt bezeichnet Joussen als „intakt“ und das Geschäftsmodell der TUI mit eigenen Veranstaltern, Reisebüros, Flugzeugen, Hotels und Kreuzfahrtschiffen als „zukunftsfest“. Man sei also „sehr gut aufgestellt, um das operative Geschäft wieder in größerem Umfang aufzunehmen, sobald die Lockdowns aufgehoben und Destinationen wieder geöffnet werden“, so Joussen.

Alle Indikatoren weisen auf einen erfolgreichen Neustart des Reisegeschäfts hin, sobald die Pandemie überwunden ist, heißt es bei TUI. In welchem Umfang und Zeitraum wieder gereist werden könne, dazu lasse sich „keine verlässliche Prognose abgeben“.

Sommerbuchungen machen Mut

Für die aktuelle Wintersaison lägen die Buchungen bei TUI über alle Märkte um 82 Prozent unter dem Vorjahr und entsprächen in etwa den reduzierten Kapazitäten, wie das Unternehmen mitteilt. Die Preise lägen im Durchschnitt um vier Prozent höher. Die Buchungen für den Sommer 2021 weisen im Vergleich zum regulären Sommer 2019 ein Plus von drei Prozent auf. Die Preise liegen im Schnitt um 14 Prozent höher als im Sommer dieses Jahres.

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