Türkei: Impfkampagne und digitale Einreise

15. März 2021 Aus Von Gerlach

Reisende in die Türkei müssen sich ab sofort binnen 72 Stunden vor ihrer Reise digital anmelden. Das Formular dafür befindet sich auf der Website des türkischen Gesundheitsministeriums und kann in Deutsch ausgefüllt werden. 

Abgefragt werden jene Daten, wie sie aufgrund von Corona bislang bei der Ankunft in einem Einreisepapier verlangt wurden. Dazu gehören neben dem Namen und der Reisepassnummer auch diverse Kontaktdaten.

Auf Basis der Daten wird ein persönlicher HES-Code erstellt. Er dient als Grundlage zur Nachverfolgung und Kontaktaufnahme, falls der Reisende während seines Aufenthaltes mit einer an Corona erkrankten Person in Kontakt gekommen ist.

Bisher wurde der HES-Code nur verlangt, wenn man innerhalb der Türkei reisen und dabei Busse oder Inlandsflüge nutzen wollte. Der Code ist entweder digital auf dem Smartphone oder in ausgedruckter Form mitzuführen und schon beim Check-in am deutschen Flughafen vorzulegen. Den HES-Code gibt es hier.

PCR-Test vor Ein- und Ausreise
Zusätzlich zum digitalen Einreiseformular benötigen alle Einreisenden ab sechs Jahren weiterhin einen negativen PCR-Test. Er darf beim Abflug nicht älter als 72 Stunden sein.

Für die Rückreise nach Deutschland ist für Personen ab einem Alter von drei Jahren ein negativer PCR-Test Pflicht. Er darf frühestens 48 Stunden vor dem Heimflug erfolgen und wird noch vor Antritt der Heimreise durch die türkischen Behörden kontrolliert. Da die Türkei als Corona-Risikogebiet gilt, greift in Deutschland für Reiserückkehrer eine Quarantänepflicht.

Impfkampagne im Tourismus
Von den Ein- und Ausreiseregelungen abgesehen hat die Regierung ein umfassendes Impfprogramm für alle Beschäftigten im Tourismus beschlossen. Es beginnt in den nächsten Tagen und betrifft Mitarbeiter in Hotels, bei Transferunternehmen und touristischen Restaurantbetrieben.

Von Veranstaltern wie Bentour wurde der Beschluss begeistert aufgenommen: „Wir begrüßen diese Maßnahme, die aufgrund der hohen Impfgeschwindigkeit und ausreichendem Impfstoff in der Türkei möglich geworden“, jubelt Geschäftsführer Deniz Ugur. Neben der etablierten Teststrategie und dem umfassenden Hygienekonzept sei die Türkei beim Thema Tourismus in Pandemie-Zeiten wieder einmal Vorreiter. Es sei deshalb an der Zeit, dass das Auswärtige Amt in Berlin „die Entscheidung über das Aufrechterhalten der Reisewarnung kurzfristig überprüft“, so Ugur.

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