Tressel: Kritik an Reisesicherungsfonds

8. Februar 2021 Aus Von Gerlach

Nachdem bereits zahlreiche Verbände der Tourismuswirtschaft Kritik an dem Entwurf des geplanten Reisesicherungsfonds geübt haben, äußert sich nun auch Markus Tressel kritisch gegenüber dem Vorhaben. Wichtige Fragen blieben im Unklaren, teilt der tourismuspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag mit. 

Tressel zufolge bleibe offen, wer den Fonds gründen und kontrollieren soll. „Laut Bundesregierung soll dies aus der Branche heraus geschehen, die Kommentierung im Referenten-Entwurf deutet außerdem darauf hin, dass bereits Absprachen mit einem Verband getroffen wurden“, sagt er und mahnt ein transparentes Verfahren an. „Wer den Reisesicherungsfonds und damit die Ausgestaltung von Beiträgen und Sicherheitsleistungen kontrolliert, erhält enorme Gestaltungsmacht über die Reisebranche.“ Daher sei aus Wettbewerbssicht eine Struktur von Geschäftsführung und Beirat notwendig, „die einen fairen Interessenausgleich zwischen kleinen und großen Playern der Branche sicherstellt“. 

Zudem zweifle er daran, ob die durch Corona angeschlagene Tourismuswirtschaft den Aufbau des Zielkapitals in Höhe von 750 Millionen Euro innerhalb von fünf Jahren stemmen kann. Es müsse ein Weg gefunden werden, der vor allem kleine und mittlere Unternehmen mit nicht zu hohen Beiträgen überfordere, sagt Tressel. 

An dem geplanten Reisesicherungsfonds hatten vergangene Woche bereits mehrere Verbände harsche Kritik geübt und die Bundesregierung zu Nachbesserungen aufgefordert. 

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