Testpflicht für Flugrückkehrer, aber keine Zwangsquarantäne

23. März 2021 Aus Von Gerlach

Nach stundenlangen Verhandlungen haben die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten gestern beschlossen: Mallorca-Urlauber bei ihrer Rückkehr nicht in Quarantäne zu schicken. Im ursprünglichen Beschlusspapier für die Bund-Länder-Konferenz war noch eine allgemeine Quarantänepflicht für Reiserückkehrer vorgesehen gewesen. Sie hätte für alle Auslandsreisen gelten sollen, egal, ob es sich um ein Risikogebiet gehandelt hätte oder nicht.

Für Urlauber aus dem Ausland soll aber über eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes eine generelle Testpflicht vor dem Rückflug eingeführt werden. Sie solle zur Voraussetzung für die Einreise nach Deutschland sein. Die Airlines sollen künftig vor den Rückflügen nach Deutschland Corona-Tests für Passagiere und Crews organisieren. Bundeskanzlerin Merkel zufolge sind solche Absprachen mit den Fluggesellschaften getroffen worden.

Der Präsident des deutschen Reiseverbands, Norbert Fiebig, begrüßt, die Entscheidung, dass nicht alle Reiserückkehrer in Quarantäne müssen. Es sei sinnvoll, stattdessen auf eine Testpflicht zu setzen, sagte er im ARD-Morgenmagazin.

Bund und Länder appellieren indes „eindringlich“, auf nicht zwingend notwendige Reisen im In- und Ausland zu verzichten.

Durch die Verlängerung des Lockdowns bis 18. April fällt auch der Osterurlaub hierzulande flach, zumal die Maßnahmen rund um Ostern deutlich verschärft werden.

Aus Fiebigs Sicht hängen die Reisemöglichkeiten im Inland „von den individuellen Bedingungen“ am jeweiligen Ort ab. „Da wo es gesundheitlich vertretbar sei“, sollte auch im Inland geprüft werden, ob Reisen mit Übernachtung möglich ist.

Fiebig rät zudem von Vergleichen zwischen Deutschland und Mallorca ab. Dort seien die Inzidenzwerte deutlich niedriger, Vergleiche zwischen In- und Ausland seien nicht zielführend.

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