Studie: Weniger Urlaubsflüge im Sommer 2020

3. März 2020 Aus Von Gerlach

Der touristische Luftverkehr ab Deutschland schrumpft in diesem Jahr voraussichtlich nur um einen Prozent – und somit weniger als die Zahl aller Flüge im deutschen Luftverkehr, die laut einer neuen Analyse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) um 2,5 Prozent sinken wird.

Allerdings stehen diese Prognosen unter Vorbehalt: Insgesamt bleibe die Ausbreitung des Coronavirus ein „Unsicherheitsfaktor für die Entwicklung des Flugverkehrs in diesem Sommer“, heißt es. So prognostiziert das DLR für Asien bislang nur ein leichtes Minus von 0,7 Prozent, das durch die Virus-Krise aber sicherlich noch wachsen wird.

Davon abgesehen stehen für die Luftfahrtexperten weitere Verlierer bereits fest: „Neben dem größten Minus von 15 Prozent bei Flügen in die Karibik gehen die Flüge in die Türkei um gut vier Prozent zurück“, so Peter Berster vom DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr. Allerdings bewegen sich die Karibik-Flüge im Sommer ohnehin auf einem niedrigen Niveau: Danach stehen im Juli 81 Starts in den Flugplänen, im Vorjahr waren es 96.

Zum Vergleich: In Richtung der im Sommer wichtigen Fernreiseziele USA und Kanada werden im gleichen Zeitraum 2.934 Maschinen abheben, 165 mehr als im Juli 2019. Gewinner sind auch Ziele im südlichen Teil von Afrika und im Mittleren Osten. Die aufkommensstärksten Zielländer sind weiter Spanien und Italien mit zusammen gut 15.000 geplanten Starts im Hochsaisonmonat.

Der Rückgang im Luftverkehr betrifft laut DLR aber nicht alle deutschen Airports gleichermaßen. „Während die Flüge von Frankfurt und München 2020 ähnliche Werte erreichen werden wie im letzten Jahr, gibt es voraussichtlich Rückgänge an den Flughäfen Düsseldorf, Berlin oder Hamburg“, so Berster.

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