Studie: „Katastrophale Situation für Reiseindustrie“

7. Juli 2021 Aus Von Gerlach

Die Corona-Situation ist für touristische Unternehmen weiterhin „katastrophal“. So lautet das Fazit von Alexander Dingeldey, Studiengangsleiter an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg für Reiseverkehrs- und Reiseveranstaltermanagement. Die Hochschule hat zusammen mit dem Mittelstandsverband ASR eine laut Dingeldey repräsentative Branchenumfrage zum Thema „Covid-19, Restart & Zukunft des Tourismus“ durchgeführt.

Weitere staatliche Unterstützung nötig
Die Umfrage ergab unter anderem, dass mehr als zwei Drittel der rund 240 Touristiker ihr Unternehmen nach rund 15 Monaten Pandemie derzeit als existenzbedroht einschätzen. Deshalb fordert ASR-Präsident Jochen Szech: „Wir brauchen weiterhin staatliche Unterstützung.“ Es gebe zwar bei den großen Mittelmeer-Veranstaltern momentan ein starkes Buchungsplus, die meisten Spezialisten und Mittelständler seien von einem Buchungs-Boom aber weit entfernt.

Beratung dauert im Schnitt eine halbe Stunde länger
Ein Studienergebnis bestätigte die extreme Verunsicherung der Kunden. Die Branchenteilnehmer sind der Meinung, dass 86 Prozent ihrer Kunden derzeit verunsichert bis sehr verunsichert seien. Dies spiegele sich auch in einem hohen Beratungsaufwand wider. So habe die Zeit für eine normale Urlaubsberatung im Schnitt um 31 Minuten zugenommen. „Wer vergütet diesen Mehraufwand?“, fragte der Wissenschaftler Dingeldey während der Präsentation der Umfrageergebnisse.

Ein Ergebnis hat den Dozenten und den ASR besonders erschüttert: Aktuell haben 36 Prozent der Befragten ein nur sehr geringes Vertrauen in die Bundesregierung. Auch die Reisebeschränkungen sorgen in der Branche für Unmut. So halten 42 Prozent der Befragten ein Reiseverbot für Freizeitreisen für nicht verständlich.

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