So geht's: Soforthilfen für Unternehmen und Selbstständige

24. März 2020 Aus Von Gerlach

Die Bundesregierung hat am Montag ein umfangreiches Hilfspaket mit mehreren Schutzschirmen auf den Weg gebracht. Darunter befindet sich auch eine Soforthilfe für kleine Firmen und Solo-Selbstständige.

Einmalig werden für drei Monate Zuschüsse zu Betriebskosten gewährt, die nicht zurückgezahlt werden müssen. So können Selbstständige und Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten bis zu 9.000 Euro Soforthilfe beantragen. Selbstständige und Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten erhalten bis zu 15.000 Euro.

Darüber hinaus sollen Selbstständige leichter Zugang zur Grundsicherung erhalten, damit Lebensunterhalt und Unterkunft gesichert sind. Die Vermögensprüfung wird laut Bundeswirtschaftsministerium für sechs Monate ausgesetzt. Darüber hinaus wird angekündigt, dass die Leistungen sehr schnell ausgezahlt werden.

Die Frage, wann die Hilfen ausgezahlt werden können, beantwortete Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im ZDF-Morgenmagazin folgendermaßen: „Wir werden den Nachtragshaushalt morgen im Bundestag beschließen. Wenn das Parlament den Beschluss fasst, können wir mit der Auszahlung beginnen. Ich habe die Hoffnung, dass die ersten Bundesländer bereits in dieser Woche soweit sein werden, dass sie mit dem Auszahlen anfangen können. Wir werden alles tun, damit spätestens bis zur Mitte nächster Woche in allen Bundesländern klar ist, welche Behörde das Geld auszahlt, wohin man sich wenden muss. Und es soll so unbürokratisch wie möglich gehen, wo immer möglich auch elektronisch."

In einigen Bundesländern steht bereits fest, wo die Formulare heruntergeladen werden können:

 

Baden-Württemberg

Im Laufe des Mittwochs, 25. März, werden die Antragsformulare auf der Homepage des Wirtschaftsministeriums zu finden sein. Dazu klicken Sie hier.

 

Bayern

In Bayern kann das Antragsformular für Soforthilfe bereits auf den Homepages der jeweiligen Bezirksregierungen heruntergeladen werden. Wer beispielsweise in Oberfranken ansässig ist, findet das Formular hier.

 

Berlin

Für das Programm „Soforthilfe II“ können ab Freitag, 27. März, 12 Uhr, bei der Investitionsbank Berlin (IBB) Anträge online gestellt werden. Infos sind telefonisch unter 030/21254747 und hier erhältlich. Die Anträge sind ab Freitag hier zu finden. 

 

Brandenburg

Unabhängig vom Soforthilfeprogramm des Bundes startet die Investitionsbank des Landes Brandenburg am Mittwoch, 9 Uhr, ein eigenes Programm. Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt: bis zu fünf Angestellte bis zu 9.000 Euro, bis zu 15 Angestellte bis zu 15.000 Euro, bis zu 50 Erwerbstätige bis zu 30.000 Euro und bis zu 100 Erwerbstätige bis zu 60.000 Euro. Anträge werden auf der Homepage unter www.ilb.de entgegengenommen. Ob die ILB auch für das Programm des Bundes zuständig zeichne, steht noch nicht fest. 

 

Hamburg

Die Antragsformulare werden auf den Websites des Senats zu finden sein. Die Adresse wird dann öffentlich bekanntgegeben. Weitere Infos zum Hamburger Schutzschirm gibt es hier

 

Hessen

Der Landtag beschließt am 25. März, welche Stelle für die Anträge zuständig zeichnet. 

 

Mecklenburg Vorpommern

Ab 25. März sollen die Anträge auf der Homepage des Landesförderinstituts abrufbar sein. Die Seite ist hier zu finden.

 

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz soll erst im Laufe des Mittwochs bekanntgegeben werden, wo Interessierte das Formular herunterladen können.

 

Saarland

Im Laufe des heutigen Dienstags soll das Antragsformular auf der Homepage des Wirtschaftsministeriums zu finden sein, unter www.corona.wirtschaft.saarland.de.

 

Sachsen

Bereits an den Start gegangen ist das Soforthilfe-Darlehen „Sachsen hilft sofort" zur Unterstützung von Einzelunternehmern (Solo-Selbstständigen), Kleinstunternehmen und Freiberuflern in Sachsen. Anträge können seit Montag bei der Sächsischen Aufbaubank-Förderbank (SAB) erfolgen, siehe hier.

Bei der Sächsischen Aufbaubank sollen zudem ebenfalls die Soforthilfen des Bundesprogramms beantragt werden können. Infos dazu sollen zeitnah hier abrufbar sein.

Wer bei der SAB eine finanzielle Unterstützung aus dem Programm „Sachsen hilft sofort" beantragt hat, dem entsteht kein Nachteil: Wenn der Bund seine Zuschüsse freigibt, kann das bereits aufgenommene Darlehen des Freistaates damit problemlos zurückgezahlt werden.

 

Thüringen

Das Land hat unabhängig vom Bund vor wenigen Tagen ein eigenes Soforthilfeprogramm für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten, Soloselbstständige und Freiberufler gestartet. Je nach Betriebsgröße können sie einen einmaligen Zuschuss von bis zu 30.000 Euro erhalten. Anträge sind unter anderem bei der Thüringer Aufbaubank zu finden, siehe hier.
 

Sobald Informationen aus den restlichen Bundesländern vorliegen, wird die Übersicht aktualisiert.

 
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