Schauinsland: Optimismus trotz Umsatzeinbruch

5. Oktober 2020 Aus Von Gerlach

Der Duisburger Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen muss für das in Kürze zu Ende gehende Geschäftsjahr 2019/20 einen Umsatzrückgang von 63 Prozent auf 511 Millionen Euro verkraften. Die Teilnehmerzahl schrumpfte sogar um 68 Prozent auf knapp 530.000 Gäste.

„Die Zahlen sind dramatisch eingebrochen, da gibt es nichts zu beschönigen“, nimmt Geschäftsführer und Inhaber Gerald Kassner denn auch kein Blatt vor den Mund. Doch es hätte auch noch schlimmer kommen können. „Die starke Last-Minute-Anfrage für Griechenland hat uns sehr geholfen“, so Kassner. Zudem habe es eine vergleichsweise hohe Bereitschaft der Kunden gegeben, bestehende Buchungen auf 2021 umzubuchen.  

Auch sonst blickt Kassner trotz der nach wie vor dramatischen Lage im Tourismus vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Schauinsland sei nach wie vor finanziell „sehr solide“ aufgestellt, die Belastungen und Folgen der Pandemie habe man bis jetzt „überdurchschnittlich gut“ weggesteckt.  

Hinzu komme eine gute Erreichbarkeit während der Hochphase der Krise „Das hat uns viel Lob eingebraucht. Und es ist eine gute Grundlage für das touristische Comeback im Jahr 2021“, so Kassner.  

Beim Blick in die Zukunft ist er zurückhaltend, grundsätzlich aber guter Dinge: „Es wird eine Zeit nach der Krise geben. Eine Zeit, in der das Grundbedürfnis nach Urlaub und Erholung wieder gestillt werden will.“ Und dann – so seine Prognose – „werden sich Vertriebspartner und Kunden sehr wohl daran erinnern, wer erreichbar war und sich gekümmert hat. Hier können und werden wir punkten“.

Für den Winter hofft Kassner, dass beliebte Fernziele wie die Kanaren, Ägypten, die Dominikanische Republik, Thailand und die Malediven wieder zu bereisen sein werden. „Für uns und die gesamte Touristik ist es wichtig, dass die Politik zukünftig mit mehr Augenmaß Reisewarnungen ausspricht und nicht pauschal ganze Inselgruppen über einen Kamm schert“, so seine Forderung an die Politik.

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