RKI stuft Türkei zum Hochrisikogebiet hoch

13. August 2021 Aus Von Gerlach

Und wieder ein Schlag für die Tourismusbranche: Nach Spanien wird nun auch die Türkei als Hochrisikogebiet eingestuft – und dies, während viele Bundesländer noch mitten in den Schulferien sind. Damit möglichst viele Familien mit ungeimpften Kindern die fällige fünftägige Quarantäne in Deutschland umgehen und noch rechtzeitig nach Deutschland zurückkehren können, gilt die neue Regelung für die Türkei ab Dienstag, 17. August, um 00.00 Uhr. Der Deutsche Reiseverband (DRV) schätzt, dass aktuell rund 170.000 Pauschalreisende ihren Urlaub in der Türkei verbringen, die nun von den Veranstaltern über die geänderte Situation informiert werden.

„Die Quarantänepflicht auch für Kinder gereicht jetzt insbesondere Familien mit jüngeren Kindern explizit zum Nachteil, denn für die unter Zwölfjährigen ist bisher noch kein zugelassener Impfstoff verfügbar. Die Familien haben somit keinerlei Möglichkeit, die Quarantäne zu umgehen“, kritisiert DRV-Präsident Norbert Fiebig die geltende Einreiseverordnung.

„Diese Entscheidung der Bundesregierung steht im Widerspruch zu europäischen Beschlüssen“, so Fiebig weiter. Denn der EU-Rat hatte vor einigen Wochen empfohlen, Minderjährige, die mit ihren geimpften Eltern oder Begleitpersonen reisen, von der Quarantäne auszunehmen.

Montenegro und USA Hochrisiko

Die weiteren Hochstufungen sind bereits ab Sonntag, 15. August, um 00.00 Uhr gültig. Als neue Hochrisikogebiete gelten demnach Montenegro, die USA, Israel, Kenia, Vietnam sowie Französisch-Polynesien und Französisch-Guayana.

Nicht mehr als Hochrisikogebiete gelten alle portugiesischen Gebiete bis auf die Ferienregion Algarve und Lissabon.

 
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