Reisewarnung: DRV und BTW kritisieren Verlängerung

26. August 2020 Aus Von Gerlach

Mit harscher Kritik haben der Deutsche Reiseverband (DRV) und der Bundesverband für Tourismuswirtschaft (BTW) auf die Verlängerung der Reisewarnung bis Mitte September reagiert. Die Bundesregierung vernachlässige Fakten und verenge ein komplexes Problem auf Reiserückkehrer, sagt DRV-Präsident Norbert Fiebig.

Fiebig zufolge fehlt der Bundesregierung ein durchdachtes Konzept bei den Tests der Reiserückkehrer. „Dem politischen Zickzackkurs fehlt es an Klarheit und Verlässlichkeit. Damit verwirrt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Urlauber“, bemängelt Fiebig.
 
Der Anstieg der Infektionsfälle ist laut dem DRV-Präsidenten nicht allein auf die Rückkehr von Pauschalreisenden zurückzuführen. Das RKI habe die Risikogebiete, auf die eine erhöhte Anzahl an Infektionen zurückzuführen ist, identifiziert. Es sind laut Fiebig unter anderem das Kosovo, Serbien und Bosnien und nicht Pauschalreiseziele, was von der Bundesregierung unberücksichtigt bleibe. Pauschalreisen stellten jedoch keine größere Gefahr dar als Bus- oder Bahnfahrten in deutschen Großstädten, so Fiebig. Grenzüberschreitende Geschäftsreisende und Urlauber werden de facto dem Generalverdacht ausgesetzt, Verursacher einer zweiten Welle zu sein. „Das ist nicht durch Fakten gedeckt und weder fair noch sachgerecht“, kritisiert der DRV-Präsident.

Wie der BTW fordert auch der DRV von der Bundesregierung „differenzierte Reisehinweise“, „eine kluge Teststrategie“ und „rechtzeitige Kommunikation“. Darüber hinaus müsse ein negativer Covid-Test wie bisher eine Rückkehr nach Deutschland ohne Quarantäneregelungen ermöglichen. Zudem verlangt der DRV zu prüfen, inwieweit Schnelltests bei Ein- und Ausreisen eingesetzt werden könnten.

 
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