Reisewarnung bis 14. September verlängert

26. August 2020 Aus Von Gerlach

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union bis zum 14. September verlängert. Das berichtet die Nachrichtenagentur DPA und beruft sich auf Regierungskreise. Ein entsprechender Beschluss sei in der heutigen Kabinettssitzung gefasst worden, heißt es. 

Am 17. März dieses Jahres hatte Bundesaußenminister Heiko Maas eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen. Von dieser wurden im Juni die Länder der Europäischen Union, des Schengen-Raums und weitere Staaten ausgenommen. 

Für die anderen mehr als 160 Länder wurde die Reisewarnung bis zum 31. August und nun bis zum 14. September verlängert.

Kritik an der Entscheidung übt unter anderem der tourismuspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Marcel Klinge. "Das ist der absolut falsche Weg", sagte er. "Reisewarnungen sollten das ultimative Instrument sein, wenn eine sehr weitreichende und umfassende Gefahr für Leib und Leben besteht, wie Kriege oder Naturkatastrophen."

Durch die pauschale Verkündung von Reisewarnungen und ihre "unreflektierte Verlängerung" für fast die gesamte Welt – selbst für Staaten mit nur sehr geringen Fallzahlen – werde ihre wichtige Signalwirkung für Urlauber und Reisewirtschaft ausgehöhlt.

Klinge fordert eine "regelmäßige und kurzfristige Lagebewertungen und differenzierte Reisehinweise". Dieser Kabinettsbeschluss zwinge die Reisebranche nur noch weiter in die Knie.

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