Reisen 2021: Fiebig fordert sichere Öffnungsstrategie

21. Januar 2021 Aus Von Gerlach

Für den Neustart des Tourismus in der Saison 2021 verlangt DRV-Präsident Norbert Fiebig von der Politik, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. „Die Corona-Impfungen sind ein positives Zeichen zur Rückkehr in die Normalität. Für diese Übergangsphase muss eine sichere und gerechte Öffnungsstrategie vorgelegt werden, um Reisen wieder zu ermöglichen“, forderte Fiebig am Mittwoch in einem Roundtable-Gespräch zum Thema „Sicherheit und Reise in Corona-Zeiten“.

Dem DRV-Chef zufolge geht es darum, verlorengegangenes Vertrauen der Urlauber zurückzugewinnen. Das „Hickhack“ der vergangenen Monate mit sich ständig ändernden Bestimmungen etwa zur Einreise oder Quarantäne dürfe sich nicht wiederholen, denn dies sorge für Verunsicherung.

Fiebig sprach sich neben bilateralen Verhandlungen zwischen Ländern für „Safe Corridors“ insbesondere für „mehr europäische Lösungen“ aus, um den „Flickenteppich verschiedener Reisebestimmungen“ aufzulösen. „Zudem ist eine differenzierte Betrachtung der Zielgebiete gefordert“, ergänzte der Verbandschef.

Für die kommende Saison zeigte sich Fiebig zuversichtlich. Zwar sei die Nachfrage momentan noch „gedämpft“ und auf niedrigem Niveau. „Aber ich bin optimistisch, dass wir im Sommer eine ernstzunehmende Rückkehr zum Reisen sehen“, so der der DRV-Präsident. So gebe es bereits jetzt ein steigendes Interesse an Flugreisen in Mittelmeerziele, Kreuzfahrten und auch Fernreisen.

Allerdings sei damit zu rechnen, dass in diesem Jahr deutlich kurzfristiger gebucht werde. Zudem werden Reiseveranstalter weiterhin versuchen, den Kunden mit flexiblen Umbuchungs- und Stornoregelungen die Unsicherheit zu nehmen.

Die Veranstalter bestätigen, dass sie durch die Corona-Krise auch in diesem Jahr vor großen Herausforderungen stehen. Die Themen Kulanz und Flexibilität „werden uns weiter begleiten“, prognostizierte zum Beispiel TUI-Krisenstabschef Ulrich Heuer. Zudem habe das vergangene Pandemie-Jahr mit seinen sich ständig ändernden Situationen gezeigt, dass es wichtig sei, die Gäste so schnell und transparent wie möglich zu informieren.

In dieser Hinsicht gibt es nach Ansicht des Krisendienstleisters A3M aber noch viel Nachholbedarf. Gerade kleine Reiseanbieter seien mit der Situation oftmals überfordert gewesen, kritisierte A3M-Manager Mirko Jacubowski. „Daher sollte ein verpflichtendes Krisen-Management für alle Veranstalter eingeführt werden.“

 
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