Reisebüro-Inhaber Hieke: „Reisen ist doch kein Wettbewerb“

17. Mai 2021 Aus Von Gerlach

Die Branche wartet sehnsüchtig auf den touristischen Neustart. Gerade in diesem Moment kommt der Ibbenbürener Reisebüro-Inhaber und DRV-Vizepräsident Ralf Hieke und sagt: „Reiseweltmeister ist im Kontext der Klimakrise kein gutes Wort.“ Meint er das ernst?

„Ja“, beteuert Hieke im Interview mit touristik aktuell. Denn der Begriff Weltmeister allgemein oder Reiseweltmeister im Speziellen werde fast ausschließlich im Kontext von „Höher – Schneller – Weiter – Mehr“ genutzt. Aber Reisen sei kein Wettbewerb, meint Hieke.

Mit Blick auf die Klimakrise dürfe es nicht mehr darum gehen, quantitativer Reiseweltmeister zu sein, sondern qualitativer. Und das bedeute unter anderem, Hotels bewusster auszuwählen als bisher. Und statt zwei zehntägigen Fernreisen nur eine Fernreise machen, dafür aber vielleicht drei Wochen vor Ort bleiben.

Bei vielen Kunden komme der Hinweis auf nachhaltiges Reisen inzwischen an – Reisebüros seien damit in einer vergleichsweise guten Position. „Genau hier kommt doch die hohe Beratungskompetenz der Reisebüros zum Tragen“, so Hieke im Gespräch mit touristik aktuell.

Aus seiner Sicht sei der verstärkte Fokus auf Nachhaltigkeit auch deshalb eine große Chance für den stationären Vertrieb, weil viele Veranstalter diese Aspekte ihrer Reisen inzwischen sehr prominent darstellen würden. „Und Reisebüros haben die Chance, diese Botschaft an den Kunden zu bringen“, ist der Inhaber zweier Reisebüros in Ibbenbüren überzeugt.

Das ganze Interview, in dem Hieke auch auf seinen Reiseblog Fairweg.de eingeht, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von touristik aktuell (ta 19-20/2021). Das Thema Nachhaltigkeit steht zudem auf der Agenda beim morgigen DRV-Reisebürotag. Er wird von Hieke gemeinsam mit Andreas Heimann, Chef der Reisebüro-Kette DER, moderiert.

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