Phoenix Reisen gibt die Albatros ab

9. Oktober 2020 Aus Von Gerlach

Nun ist es offiziell: Der Bonner Kreuzfahrtveranstalter Phoenix Reisen trennt sich von seinem Hochseeschiff Albatros. Aus finanziellen Gründen, wie Geschäftsführer Benjamin Krumpen gegenüber touristik aktuell erläutert.

Demnach wird Phoenix Reisen das Touristikjahr Ende Oktober mit hohen Verlusten abschließen. Der Umsatz sank infolge der Corona-Krise im Vergleich zum Vorjahr um 61 Prozent; von rund 400 auf 156 Millionen Euro. Die Zahl der Passagiere ging um 140.000 auf knapp über 70.000 zurück.

Vor diesem Hintergrund habe man nicht mehr in die im nächsten Frühjahr anstehenden großen Klassearbeiten für die Albatros investieren wollen, erklärt Krumpen.

Der Manager betont zugleich, dass Phoenix Reisen, „finanziell sehr gut aufgestellt“ sei. Die Eigenkapitalquote betrage 50 Prozent. Zudem werde von der Hausbank der Bonner ein KfW-Kredit vorgehalten, der gegenwärtig aber noch nicht benötigt werde, so Krumpen.

Phoenix Reisen hatte die Hochseeflotte erst im Sommer letzten Jahres auf fünf Schiffe erweitert. Von Holland America Line wurde die Prinsendam (heute Amera) übernommen und für rund 25 Millionen Euro modernisiert.

Die Albatros fuhr seit 2004 für Phoenix und wird auch künftig im Programm des Veranstalters bleiben – allerdings in anderer Funktion: Kamel Abou-Aly, langjähriger Partner von Phoenix Reisen, hat das Schiff für die ägyptische Pick Albatros Gruppe – zu der allein in Ägypten mehr als 15 Hotels gehören – gekauft und wird sie als Hotelschiff im Roten Meer einsetzen.

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