One Voice: Kleine Veranstalter starten Initiative

27. August 2020 Aus Von Gerlach

Mit einer neuen Initiative unter dem Titel „One Voice“ wollen die Touristikprofis Christiane Blaeser und Berend Rieckmann die Zusammenarbeit kleiner und mittelständischer Veranstalter mit dem Reisebüro-Vertrieb verbessern. Mit dabei sind bereits rund 30 Veranstalter der AER-Kooperation, der Mittelstandsverband ASR sowie Anbieter wie Chamäleon, Olimar, Ikarus Tours und Ameropa.

Ziel der Initiative ist es, einen „konstruktiven Austausch mit dem Vertrieb“ anzustoßen. „Wir haben in vielen Gesprächen festgestellt, dass es bei vielen kleinen Spezialisten eine große Unsicherheit gibt, wie die Zusammenarbeit mit Reisebüros künftig aussehen soll“, berichten Blaeser und Rieckmann.

Reaktion auf Reisebüro-Forderungen
Die jüngsten Forderungen der Reisebüros, darunter auch Initiativen wie das Brain-Netzwerk, bezüglich Mindestprovision, Auszahlungszeitraum der Vergütung und Stornokonditionen führten zu vielen Fragen bei den kleinen Veranstaltern. „Wir wollen den Dialog für ein faires Miteinander anstoßen. Denn Veranstalter und Reisebüros sitzen im selben Boot und sind gegenseitig aufeinander angewiesen“, sagen die Initiatoren von „One Voice“.

Dazu gehört auch, dass es für Reisebüros wichtig ist, ihren Kunden eine möglichst große Vielfalt an Produkten bieten zu können. Gleichzeitig ist dieser Vertriebskanal auch für spezialisierte Veranstalter enorm wichtig, aber oft nur schwer zugänglich.

Austausch „auf Augenhöhe“
Schon vor der Corona-Krise habe es immer wieder Unklarheiten und Spannungen zwischen dem Reisevertrieb und den Veranstaltern gegeben – auch im mittelständischen Segment.
Blaeser und Rieckmann wollen den kleinen und mittelständischen Veranstaltern nun dabei helfen, mit einer Stimme auf die Vertriebsforderungen zu antworten und gleichzeitig gemeinsam mit den Reisemittlern neue Wege der Zusammenarbeit zu entwickeln.

Ziel: Ein „Fair Deal“
Das Ziel von One Voice: ein langfristig ausgelegter „Austausch auf Augenhöhe“, der zu einem „fairen und partnerschaftlichen Miteinander“ führen soll –  den „Fair Deal“. Die Grundlage dafür soll ein Modell bieten, das noch zu entwickeln ist. Es soll klar definierte Parameter der künftigen Zusammenarbeit sowie Forderungen an den Gesetzgeber enthalten.

Bei Letzterem geht es unter anderem um die Frage, ob und wie in Fällen wie den Corona-bedingten Reiseabsagen künftig auch der Kunde mit ins Boot geholt werden kann.

Geplant sind zunächst vier Arbeitsgruppen, bei denen sich Anfang September Reiseveranstalter in Zoom-Meetings mit den oben genannten Themen beschäftigen werden. Die einzelnen Gruppen werden über den ASR und den AER gebildet und terminiert.

Am 17. September folgt dann ein Live-Event in der neuen Unternehmenszentrale von Condor in Neu-Isenburg. Dort soll eine erste Version des „Fair Deals“ verfasst werden.

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