Norwegen von Norden nach Süden

9. Februar 2021 Aus Von Gerlach

Norwegen ist berühmt für seine unberührten Landschaften mit den endlosen Waldregionen und den unzähligen glasklaren Seen. Auch die gigantischen Fjorde, die sich vor allem entlang der zersprengten gebirgigen Küste im Norden und Westen des Landes befinden, versetzen ihre Besucher regelmäßig in andächtiges Schweigen. Das Land der Wikinger verfügt insgesamt über mehr als achtzigtausend Kilometer Küstenlinie. Es bietet aufgrund seiner den skandinavischen Geschwistern Schweden und Finnland vorgelagerten Position gleich Zugang zu drei der kühleren nordischen Meeresregionen – der Barentssee im Nordosten, dem Europäischen Nordmeer im Westen und der Nordsee im Südwesten und Süden.

Wer Norwegen bereist, muss die Natur lieben.

Ein Abstecher zum Nordkap

So heißt die Kommune am nördlichsten Zipfel des norwegischen Festlandes in der Provinz Troms og Finnmark. Gleichzeitig ist das Nordkap auch der nördlichste Punkt Europas, der noch mit dem Auto erreichbar ist. Es zählt zu den bedeutendsten touristischen Reisezielen des Landes. Das Nordkap besteht aus einem erhabenen Felsplateau mit einer Aussichtsplattform. Darauf befindet sich die sogenannte Nordkaphalle, die als Informationszentrum dient. Sie ist teilweise in den Felsen eingelassen und beherbergt verschiedene Sehenswürdigkeiten. Neben der ökumenischen Kapelle, musealer Umgebungen sowie dem anlässlich des Besuches des Königs von Siam im Jahr 1907 errichteten Thai-Pavillon gibt es auch diverse Souvenirläden, ein Restaurant und ein Postamt. Wer übrigens von dort eine Postkarte versendet, erhält einen speziellen Nordkap-Stempel und zudem bekommen Besucher ein Nordkapzertifikat.

Träumen auf den Lofoten

In der Provinz Nordland gehört die mehr als 1.200 Quadratkilometer große Lofoten-Region zu den faszinierendsten. Es handelt sich im Wesentlichen um eine Inselgruppe, die aus mehr als 80 Inseln besteht. Was sie auszeichnet, sind wunderschöne pittoreske Landschaften mit Hafendörfern vor unwirklich erscheinenden Bergkulissen, wie man sie auch von Modelleisenbahnen kennt. Es ist vor allem auch ein Ort, an dem man je nach Jahreszeit die weltbekannten Polarnächte und Mitternachtssonnen zwischen Ende Mai und Anfang Juli bewundern kann. Auch die berühmten Nord- oder Polarlichter treten hier besonders häufig zwischen September und April in Erscheinung. Ein historisches Highlight der Region befindet sich in Borg auf der Insel Vestvågøy. Dort hat man das längste der sogenannten Wikinger-Langhäuser entdeckt. Borg ist eine Ausgrabungsstätte mit Wikingermuseum und vielen authentischen Artefakten. Auch Hamnøy, das älteste Fischerdörfchen der Lofoten-Region am Rande des Reinefjords, ist einen Besuch wert.

Cruisen auf der Atlanterhavsvegen

So lautet die Bezeichnung des knapp zehn Kilometer langen Teilabschnitts der Atlantikstraße, die mehrere Inseln verbindet und über acht Brücken hinweg zwischen Kårvåg und Vevang verläuft. Er befindet sich in der nördlichen Provinz Møre og Romsdal im Norden des westlichen Landesteil Vestlandet. Während der Befahrung bietet sich ein spektakulärer Anblick der Landschaftsumgebung, denn die Straße schlängelt sich über unzählige Dämme und Schären hinweg und erinnert durch ihre häufigen Berg-und-Tal-Abschnitte stark an eine Achterbahnfahrt.

Die Atlantikstraße ist Teil der sogenannten Norwegischen Landschaftsrouten, die extra für Straßenreisende konzipiert wurden und mit insgesamt 18 überregionalen Haupt- und Nebenstraßen viele der landschaftlich schönsten Regionen Norwegens verbinden. Sie sind mit Rastplätzen und Aussichtsplattformen ausgestattet und ermöglichen atemberaubende Ansichten.

Kleine Stadterkundung in Bergen

Sie ist eine geschichtsträchtige Stadt an der norwegischen Südwestküste, die bereits im Jahr 1070 gegründet wurde. Am bekanntesten sind die etwa 60 markanten Holzhäuser im Hanseviertel Bryggen, die 1979 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurden. Vor Ort befindet sich das 1704 im Handelshof Finnegården errichtete Gebäude, in dem das Hanseatische Museum untergebracht ist. Es gewährt Einblick in das damalige Leben der Menschen und Hanse-Kaufleute. Weiterhin ist eine Fahrt mit der Standseilbahn Fløibane zu empfehlen. Sie bringt jährlich hunderttausende Touristen auf einen der sieben Berge der Stadt, den Fløyberg. Von der oberen Station des Bergplateaus auf fast 400 Meter Höhe hat man einen einzigartigen Blick auf die unterhalb liegende Stadt.

Ein Ehrenbesuch in Oslo

In der Hauptstadt und dem Ballungszentrum Norwegens leben etwa 695.000 Einwohner auf der Fläche von 454 Quadratkilometern. Das genaue Gründungsdatum ist unbekannt, allerdings wird aufgrund von Grabungsfunden vermutet, dass Oslo bereits 1000 n. Chr. besiedelt war. Die Stadt liegt geschützt in einer Bucht am Oslofjord an der Südküste Norwegens. Sie hat verschiedene kulturelle Sehenswürdigkeiten, den großen Vergnügungspark TusenFryd und andere Freizeit- und Sportaktivitäten wie beispielsweise Skisprunganlage Holmenkollbakken zu bieten.

Auch zahlreiche Museen der Stadt wie das Maritime Museum in Ufernähe oder das Vikingskipshuset, das auf der vorgelagerten Halbinsel Bygdøy errichtet wurde, locken Touristen an. Dort hat man die seltene Gelegenheit, echte Wikingerschiffe aus dem 9. Jahrhundert aus der Nähe zu bewundern. Foto- und Architekturfreunde sollten dem in weißem Carrara-Marmor eingefassten Osloer Opernhaus einen Besuch abstatten. Besonders bei Nacht und in voller Beleuchtung vermittelt es einen futuristischen Eindruck. Darüber hinaus gibt es viele weitläufige Grün- und Parkanlagen. Der Geheimtipp ist der öffentliche Frognerpark, in dem sich auch einige Museen wie das Vigelandsanlegget und riesige begehbare Skulpturen befinden.

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