Molina: „Branche muss raus aus dem Wachkoma!“

24. August 2021 Aus Von Gerlach

Parallel zu den Forderungen großer Veranstalter nach einer angepassten Corona-Politik hat in der vergangenen Woche auch Manuel Molina Gespräche mit Berliner Politikern geführt. Der Chef und Inhaber der Reisebüro-Kooperation TSS vertritt dabei eine klare Meinung.

„Urlaub hat seit Jahrzehnten zum Leben der Bundesbürger gehört. Wir brauchen schnellstens ein Corona-konformes Konzept, das dieses Leben wieder zurückbringt“, sagt er im Interview mit touristik aktuell (ta 33-34/2021). Aufgrund der hohen Impfquote sei Corona nicht mehr die Bedrohung wie vor einem Jahr. Entsprechend müsse man die Maßnahmen an die neue Situation anpassen.

„Sinnvolle“ Corona-Strategie gefordert

Dazu gehört aus Sicht von Molina, den Menschen wieder mehr Eigenverantwortung zu überlassen. „Dazu wurden wir erzogen – seit Corona wird uns diese Eigenverantwortung aber zu oft aus der Hand genommen“, kritisiert der Touristiker und Familienvater. Wichtig sei vor allem, die Menschen nicht immer wieder mit neuen Regeln zu verunsichern.

Mit Blick auf den Tourismus kritisiert er: „Die Touristik wird von der Politik mit hohen Kosten im Wachkoma gehalten. Es wird aber alles dagegen getan, dass sich die Branche aus diesem Koma befreien kann.“ Dafür brauche es eine sinnvolle Strategie – statt ein ständiges Auf und Ab bei den Reisewarnungen und Reisebeschränkungen.

Reisebüros: Gute Zukunftsaussichten

Die Zukunftsaussichten der Reisebüros sieht Molina trotz der weiterhin schwierigen Situation als gut an. Der jüngste, leider kurzfristige Boom im Juni habe gezeigt: „Viele Reisebüros konnten Neukunden für sich gewinnen. Gerade in der jetzigen Zeit erkennen viele Kunden den Mehrwert des klassischen Vertriebs.“ Zudem würden viele Kunden erkennen, dass ein Reisebüro sowohl stationär als auch online für sie da ist, egal ob per Website, per E-Mail oder über sonstige digitale Kommunikations- und Buchungskanäle.

Das komplette Interview, in dem Molina auch über den Liquiditätsbonus für seine 2.000 angeschlossenen Reisebüros berichtet, lesen Sie in unserer aktuellen Ausgabe (ta 33-34/2021).

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