Mobiler Vertrieb: Amondo sieht Konkurrenz als Chance

7. Dezember 2020 Aus Von Gerlach

Der Spezialist für mobilen Vertrieb Amondo begrüßt die wachsende Bedeutung dieses Vertriebswegs in der Touristik. Im Blick hat Geschäftsführer Achim Steinebach dabei nicht nur neue Anbieter, sondern auch eine neue Sichtweise der Veranstalter.

Einige von ihnen hätten dem mobilen Vertrieb in den vergangenen Jahren kaum eine „Daseins-Chance attestiert“ und „nichts unversucht“ gelassen, selbstständige Berater „in die NTO-Schiene abzuschieben“. Nun setze offenbar ein Umdenken ein.

Aus Steinebachs Sicht ist es schade, dass es erst einer solchen Krise bedarf, „damit der mobile Reisevertrieb in der deutschen Touristikwelt angenommen und akzeptiert“ werde. Erstaunt stelle er fest, dass nun gerade jene Veranstalter umdenken, die früher die größten Kritiker gewesen seien.

Ohne es klar zu benennen, zielt Steinebach dabei offenbar auf das neue „Flexpi“-Konzept der Reisebüro-Kette TVG: Die 1996 gegründete Touristik Vertriebsgesellschaft (TVG) ist eine Tochter von FTI. Der Münchner Veranstalter konnte sich bis zum Ausbruch der Corona-Krise bekanntermaßen nicht für den mobilen Vertrieb begeistern. Andererseits agiert die TVG eigenständig und ist Teil der RTK-Familie.

Wie auch immer – grundsätzlich begrüßt Steinebach den neuen Fokus auf den mobilen Reisevertrieb. Konkurrenz belebe das Geschäft und zwinge „einen selbst, Alternativen zu entwickeln und wach zu bleiben“. Allerding werde das Rad nicht neu erfunden, bei Amondo jedenfalls laufe es „seit Jahren rund“. Aus seiner Sicht werden sich „einige der neuen Mitbewerber über den Aufwand und die Arbeit wundern, die eine solche Vertriebsform mit sich bringt“.

Für den Amondo-Chef ist es deshalb sinnvoll, Ideen und Ressourcen zusammen zu legen und angesichts der anhaltenden Krise schlagkräftige Kooperationen entstehen zu lassen. Amondo selbst ist diesen Schritt bereits gegangen: Der Bonner Anbieter will eng mit der neu gegründeten Rita AG zusammenarbeiten.

Davon abgesehen sieht auch Steinebach nach wie vor eine gute Zukunft für den stationären Reisebüro-Vertrieb. Amondo werde deshalb auch in diesen Vertriebsweg investieren. Eines der ersten Reisebüros unter dem Label „powered by amondo“ wurde gerade in Beverungen eröffnet, weitere sollen folgen.. 

„Ohne stationäre Reisebüros werden unsere Innenstädte farbloser, der Reisevertrieb um einen ganz wichtigen Zweig ärmer“, so Steinebach. Genau das gelte es zu verhindern.

Amondo wurde 2003 gegründet und zählt mehr als 1.000 selbstständige mobile Reiseberater zu seinem Netzwerk. Informationen zur Kooperation mit der Rita AG finden Sie hier. Informationen zum TVG-Flexpi-Konzept gibt es hier.

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