Lufthansa rechnet mit starkem Reisejahr

3. März 2022 Aus Von Gerlach

Die Lufthansa Group erwartet für das laufende Jahr einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach Flugreisen. Wie der Konzern anlässlich der Jahresbilanz für 2021 mitteilt, hat die Zahl der Buchungen für die Oster- und Sommerferienzeit insgesamt nahezu das Niveau von 2019 erreicht. Zu einigen Zielen hätten sich die Buchungen sogar verdreifacht.

Entsprechend baut die Airline-Gruppe ihre Kapazitäten weiter aus. Für die Osterferien wird laut Unternehmen allein die Kernmarke Lufthansa mehr als 50 zusätzliche Flüge anbieten. Für den Sommer rechnet man mit einem Angebotsvolumen von rund 85 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenjahr, wobei es auf der Kurz- und Mittelstrecke voraussichtlich sogar rund 95 Prozent sein können. Für das Gesamtjahr rechnet Lufthansa im Schnitt mit einer Kapazität von über 70 Prozent im Vergleich zu 2019.

Unsicherheiten durch Ukraine-Krieg

Große Ungewissheiten gebe es allerdings mit Blick auf den Krieg in der Ukraine und der wirtschaftlichen und geopolitischen Folgen des Konflikts. Auch wegen „verbleibender Unsicherheiten bezüglich des Pandemieverlaufs“ sei ein detaillierter Finanzausblick auf das Jahr momentan nicht möglich, heißt es.

Für das vergangene Geschäftsjahr hat der Kranich-Konzern dagegen nun Zahlen vorgelegt. Danach erwirtschaftete die Gruppe 2021 mit 16,8 Milliarden Euro rund 24 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr, der Konzernverlust verringerte sich um 67 Prozent auf minus 2,2 Milliarden Euro. Zudem flogen im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr Passagiere mit den Lufthansa-Airlines: Mit 47 Millionen Fluggäste konnten 29 Prozent mehr als im Vorjahr an Bord begrüßt werden. Allerdings lag die angebotene Kapazität noch immer 40 Prozent unter dem Niveau von 2019.

Ihre Bilanz verbessert hat die Lufthansa Group auch mit vielen Aktivitäten am Finanzmarkt. Dazu gehörten neben einer Kapitalerhöhung und der Ausgabe von sechs Anleihen auch der Abschluss von 20 Flugzeugfinanzierungen. Früher als erwartet wurden daher die Corona-Staatshilfen im Rahmen der Stabilisierungsmaßnahmen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) vollständig zurückgezahlt.

In der Corona-Krise war Lufthansa ein Rettungspaket in Höhe von insgesamt neun Milliarden Euro zugesagt worden, von denen der Konzern rund 3,8 Milliarden in Anspruch genommen hatte.

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