Lufthansa/DB: Mit dem „Supersprinter“ nach Frankfurt

8. März 2021 Aus Von Gerlach

Schnellere Sprinter-Züge zum Frankfurter Flughafen, Ausbau von Express Rail und flexiblere Buchungen: Mit einer Produktoffensive wollen Lufthansa und die Deutsche Bahn das Flugzubringernetz am Flughafen Frankfurt deutlich ausbauen. „Durch eine bessere Vernetzung und intelligentere Verknüpfung der Reiseangebote wollen wir eine durchgängige Reisekette schaffen“, betonte DB-Vorstand Berthold Huber am Montag bei der Vorstellung der Neuheiten. Aus einer bereits „guten Kooperation“ mit Lufthansa werde damit nun eine „umfassende Partnerschaft“.
 

„Supersprinter“ und mehr Express Rail
Wichtigste Neuerung ist die Einführung neuer Sprinter-Verbindungen zum Frankfurter Airport mit dem Fahrplanwechsel im kommenden Dezember. Geplant sind zwei tägliche „Supersprinter“-Zugpaare zwischen München und Köln, wobei sich die Fahrtzeit von der bayerischen Landeshauptstadt nach Frankfurt auf drei Stunden und nach Köln auf unter vier Stunden verkürzt.

Zudem wird es künftig fast ohne Zwischenhalt von Hamburg über Hannover zum Rhein-Main-Airport gehen. Darüber hinaus soll eine neue Schnellstrecke Köln und Berlin in unter vier Stunden verbinden.

Ausgebaut wird auch das Zug-zum-Flug-Angebot Express Rail. Erstmals wird ab Juli die Anreise zum Frankfurter Flughafen von Hamburg und München möglich sein, von Dezember an sollen Berlin, Bremen und Münster folgen. Bislang bieten DB und Lufthansa täglich 134 Zubringerzüge aus 17 deutschen Städten an.
 

Mehr Service, flexiblere Buchung
Parallel dazu werden die Service-Angebote erweitert. So können Kunden in den Express-Rail-Zügen künftig per W-Lan auch auf LH-Informationsinhalte zugreifen, wer Business oder First Class bucht, kann 1. Klasse fahren und erhält ein kostenfreies gastronomisches Angebot am Platz. Darüber hinaus wird die Ticket-Buchung flexibler: Ab April werden die Zubringerzüge ebenso lange buchbar sein wie der dazugehörige Anschlussflug.

Auch den Gepäcktransport wollen Lufthansa und Bahn verbessern. So werden bevorzugt Züge der neuesten ICE-Generation mit großen Gepäckfächern eingesetzt. Sobald der Verkehr nach Abflauen der Corona-Krise an den Flughäfen wieder zunimmt, erhalten Express-Rail-Kunden zudem an der Sicherheitskontrolle Zugang zur Fastlane. Des Weiteren werden deren Koffer nach der Landung am Frankfurter Flughafen priorisiert behandelt.
 

„Angebote weiter verschmelzen“
Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister unterstrich, dass die in den vergangenen 15 Monaten intensivierte Zusammenarbeit nur der Anfang sei. „Wir werden die Angebote von Lufthansa und Deutscher Bahn künftig noch weiter verschmelzen.“ Besonders München als zweiter Lufthansa-Hub müsse künftig besser an die Intermodalität angeschlossen werden. Bislang ist der zweitgrößte deutsche Flughafen beim ICE-Netz außen vor.

Hohmeister kündigte zugleich an, mit der zunehmenden Vernetzung von Luft- und Schienenverkehr auch das innerdeutsche Lufthansa-Netz weiter anzupassen. In der Vergangenheit seien bereits Flüge von Köln, Dortmund und Paderborn nach Frankfurt gestrichen worden, künftig werde es auch bei anderen Zielen zumindest eine Reduzierung von Frequenzen geben.

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