LMX begründet späte Reiseabsagen

5. Oktober 2020 Aus Von Gerlach

Der Leipziger Dynamic-Packaging-Spezialist LMX Touristik hat nun auch öffentlich auf die Kritik vieler Reisebüros reagiert und das extrem späte Absagen zahlreicher Reisen begründet. Diese erfolgen mitunter erst einen Tag vor Abreise und sorgen so oftmals für Unmut bei vielen Kunden.  

Das Vorgehen habe sich dennoch „insbesondere“ bei Zielen wie der Türkei und Bulgarien bewährt, weil auf diese Weise viele Buchungen gerettet werden konnten, meint CCO Mario Krug. Damit habe man den Reisebüros „einen Millionenbetrag an Provisionen“ gerettet.  

Viele Büros hätten sich dennoch ein anderes Vorgehen gewünscht. Denn viele Kunden wollten nach den Absagen anderer Veranstalter für bestimmte Reiseziele auch ihren bei LMX gebuchten Urlaub nicht antreten. Doch wenn der Veranstalter nicht absagt, fallen die vollen Stornokosten an. „Und dafür gibt es bei vielen Kunden leider kein Verständnis“, berichtet ein Reisebüro-Inhaber.  

LMX-Manager Krug hat den Blick eher auf jene Kunden gerichtet, die ihre Urlaubsreise trotz der schwierigen Lage antreten wollen: „Wir fahren die ganze Zeit auf Sicht, um bei kurzfristigen Öffnungen von Zielen die Reisen durchführen zu können.“  

Zusätzlich betreibe man einen „hohen personellen Aufwand“, um Ersatzangebote bei geschlossenen Hotels und stornierten Flügen anzubieten. „Anstatt generell Nullstornos zuzulassen, haben wir Kulanzstornos zu Sonderkonditionen angeboten. Dies haben viele Kunden angenommen“, betont Krug und verweist darauf, dass Reisebüros auf diese Stornoumsätze „die volle Grundprovision“ erhielten.  

Krug zufolge sind alle Provisionen für Reisebüros mit Abreisen bis 15. September ausgezahlt, bis Abreise 30. September werden die Provisionen in der Kalenderwoche 41 abgerechnet und ausgezahlt.

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