LCC: Initiative für höhere Überbrückungsgelder

21. Oktober 2020 Aus Von Gerlach

Markus Orth, Geschäftsführer der Lufthansa City Center, startet unter dem Motto „Ü 50“ eine Initiative für höhere Überbrückungsgelder, zu der er sowohl Franchise- und Kooperationssysteme als auch große Reisebüro-Unternehmer mit ins Boot holen möchte.

Orths Ansicht nach helfen die Gelder des Bundes zwar kleineren und mittleren Reisebüros, die umsatzlose Zeit halbwegs zu überstehen, für Unternehmen mit mehreren Filialen und vielen Mitarbeitern seien sie jedoch völlig unzureichend.

Die monatlichen Fixkosten seien für Betriebe, die normalerweise Jahresumsätze im hohen zweistelligen Millionenbereich erwirtschaften, viel zu hoch, um mit maximal 50.000 Euro Fördergeldern pro Monat über die Runden zu kommen, so der Manager weiter.

Orth befürchtet, dass im Extremfall 100 große Büros in Deutschland von den Fixkosten erdrückt und geschlossen werden könnten. Dieses soll „Ü 50“ und die Kernforderung für Überbrückungshilfen von mehr als 50.000 Euro pro Monat verhindern. Gefordert wird außerdem eine Überarbeitung der maximalen Bezugsgröße der Beihilfen von derzeit 800.000 Euro.

Im ersten Schritt bittet Orth die Geschäftsführer der Franchise- und Kooperationssysteme sowie großer Reisebüros um Zahlen, Daten und Fakten, um gegenüber der Bundesregierung aussagekräftig und seriös zu formulieren. Als Partner für die neutrale und unabhängige Datensammlung stünden der Dienstleister Tavel Agency Accounting (TAA) sowie Steuerberater, Juristen und der DRV bereit. Letzterer habe bereits signalisiert, dass bei der Politik durchaus Bereitschaft zum Umdenken bestehe.

Orth bittet die Kolleginnen und Kollegen, die die Initiative „Ü50“ unterstützen wollen, um zeitnahe Antwort per E-Mail an markus.orth(at)lcc.de.

 
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