Kurzarbeit: Es könnte für Reisebüros eng werden

23. Dezember 2021 Aus Von Gerlach

Um das wirtschaftliche Überleben in der Corona-Krise zu sichern, beziehen auch zahlreiche Reisebüros und andere touristische Betriebe Kurzarbeitergeld. Viele von Ihnen bekommen bereits seit Beginn der Pandemie die staatliche Unterstützung – also seit fast zwei Jahren.

Und das könnte für die betroffenen Unternehmen nun zum Problem werden. Denn der maximale Bezug des Kurzarbeitergeldes ist nach jetzigem Stand auf 24 Monate begrenzt und läuft demnach für viele Berechtigte in den nächsten Monaten aus. Ein Ende der Corona-Pandemie und somit ein Auslaufen der Einschränkungen für die Reisebranche ist aber derzeit nicht absehbar. Im Gegenteil: Die heraufziehende Omikron-Welle dürfte die Welt noch für längere Zeit in Atem halten.

So glaubt auch Inhaber Bernd Hoffmann aus Dresden, dass es für sein Reisebüro „langsam aber sicher ans Eingemachte“ geht. Zwar wurde jüngst sein Antrag auf Verlängerung der Kurzarbeit bewilligt, aber nicht wie gewünscht um weitere sechs Monate bis Ende Juni 2022. Denn Hoffmanns Agentur bekommt seit Anfang März 2020 Kurzarbeitergeld, somit läuft die Unterstützung am 28. Februar 2022 aus.

So wie dem Dresdner dürfte es vielen Reisebüros in Deutschland gehen, die im Frühjahr 2020 Kurzarbeitergeld beantragt hatten und dieses wegen der Dauerkrise durchgehend bekommen haben. Mitte November hatte die Bundesregierung die Sonderregelungen zur Kurzarbeit bis zum 31. März 2022 noch einmal verlängert. Ob es darüber hinaus weitere Hilfen geben wird, ist bislang offen.

 
Source: https://www.touristik-aktuell.de/rss-feed/kategorie/nachrichten/rss.xml

Teilt uns