Karstadt Galeria Kaufhof: Klamme Kassen

8. Januar 2020 Aus Von Gerlach

Mit dem Start ins neue Jahr sind die einst konkurrierenden Kaufhauskonzerne Karstadt und Galeria Kaufhof endgültig zu einem Unternehmen verschmolzen. Gejubelt wird aber nicht: Den neuen Besitzer von 106 Reisebüros des insolventen Reisekonzerns Thomas Cook plagen finanzielle Sorgen.

Laut dem Magazin Spiegel ist in internen Papieren von hohen Verlusten die Rede. Sie hätten „bestandsgefährdende Dimensionen", berichtet die Zeitschrift. So hätten die Filialen inklusive dem Online-Geschäft von Karstadt 2019 operativ nur knapp 30 Millionen Euro verdient – nicht einmal halb so viel wie geplant. Die Umsatzrückgänge führten bei Karstadt dem Spiegel zufolge 2019 zu einem Nettoverlust von 78 Millionen Euro.

Schwierig sei auch die Lage bei Kaufhof, wo im vergangenen Jahr offenbar noch höhere Verluste zu verzeichnen waren. Dort habe das operative Geschäft mit einem Plus von nur vier Millionen Euro laut Spiegel um zwei Drittel unter dem Vorjahresergebnis gelegen.

Aus diesen Gründen soll massiv gespart werden, insgesamt ist von rund 380 Millionen Euro die Rede. Ein Teil davon soll auf die Mitarbeiter abgewälzt werden.

Damit scheinen die übernommenen Thomas-Cook-Büros vom Regen in die Traufe zu kommen: Ihre Mitarbeiter mussten bereits im vergangenen Jahr herbe Gehaltsverluste hinnehmen. Und der Neustart zieht sich hin: Viele Fragen zum Comeback der Filialen und zur Strategie der in Gründung befindlichen Atrys I GmbH in Essen sind nach wie vor offen (siehe hier).

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