Hochwasser-Opfer: Veranstalter zeigen sich kulant

20. Juli 2021 Aus Von Gerlach

In der aktuellen Situation in den Hochwassergebieten im Westen Deutschlands denken wohl nur die wenigsten Betroffenen an Urlaub. Doch was, wenn dieser vor der Tür steht, aber die eigene Wohnung verwüstet ist oder gar noch Angehörige vermisst werden? 

Im Normalfall springt hier die Reiserücktrittversicherung ein. Es gibt jedoch auch Kunden, die im Vorfeld keine solche abgeschlossen haben und nun zusätzlich zu den Flutschäden auch noch auf den Kosten für ihren geplanten Urlaub sitzenbleiben. Eigentlich – denn erste Veranstalter haben bereits signalisiert, sich in dieser Ausnahmesituation kulant zu zeigen.

„Wir würden Gästen aus den vom Hochwasser betroffenen Gebieten mit einer TUI Deutschland-Buchung eine Umbuchungs- oder Stornomöglichkeit anbieten, sollten sie keinen Versicherungsschutz gebucht haben. Dazu wenden sich die Gäste dann an die entsprechende Stelle der Buchung“, heißt es beispielsweise von TUI. Für Rückfragen von Reisebüros verspricht TUI eine schnelle Bearbeitung. Dies gelte auch für Anfragen von Reisebüro-Kunden, die eine Urlaubreise in Gebiete geplant hatten, die vom Hochwasser betroffen sind.

Auch Schauinsland-Kunden müssen sich erst mal keine Sorgen um ihre Buchung machen: „Selbstverständlich haben wir vollstes Mitgefühl und werden für jeden unmittelbar Betroffenen versuchen, eine möglichst kulante Lösung zu finden, wenn diese sich bei uns melden.“

LMX will von der Flut betroffenen Kunden unkompliziert helfen, wenn sie ihren gebuchten Urlaub verständlicherweise nicht antreten können. Dazu sei man im Gespräch mit Vertragspartnern, sagt LMX-Vertriebschef Mario Krug.

Kreuzfahrtanbieter TUI Cruises teilt auf Anfrage mit, den Kunden, die aus den vom Hochwasser betroffenen Gebieten kommen und keine Reiserücktrittversicherung haben, eine kostenlose Umbuchung einzuräumen. Aus Kulanz sei diese unabhängig vom gebuchten Tarif möglich, heißt es aus Hamburg. Hierzu könnten sich die Gäste per E-Mail an info(at)tuicruises.com wenden und eine individuelle Lösungen erfragen.

FTI hat bislang noch keine Storno- und Umbuchungsanfrage von betroffenen Gästen hinsichtlich ihres Urlaubs erhalten. „Sollten sich Kunden aus den geschädigten Regionen an uns wenden, die ihren Urlaub nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt antreten wollen, so prüfen wir selbstverständlich im Einzelfall, ob wir vergünstigte oder kostenfreie Storno- oder Umbuchungsmöglichkeiten anbieten können“, heißt es aus München. FTI bittet die Gäste, sich an das zuständige Reisebüro oder den Kundenservice zu wenden.

Von DER Touristik kommt folgende Antwort: „Sollten Kunden aus den Hochwassergebieten direkt betroffen sein und keine Absicherung über eine Reiserücktrittsversicherung haben, werden wir uns selbstverständlich kulant zeigen. Die Kunden sollten sich hierzu direkt mit ihrer Buchungsstelle in Verbindung setzen."

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