Hochwasser-Katastrophe: Hilfe für betroffene Büros

16. Juli 2021 Aus Von Gerlach

Nach der Flutkatastrophe in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz laufen die ersten Hilfsprojekte für betroffene Reisebüros an. Wie viele Agenturen von der Hochwasser-Katastrophe betroffen sind, ist derzeit noch unklar. Ketten und Kooperationen sowie Unternehmen versuchen aktuell ihre Mitglieder zu erreichen. Eines von vielen Problemen: In den Katastrophen-Gebieten gibt es oftmals weder Strom noch Internet. Viele sind somit von der Außenwelt abgeschnitten. Die Lage ist unübersichtlich.

Doch bereits jetzt werden erste Hilfsprojekte geplant. Die Geschäftsführer von TUI Travel Star (TTS), Oliver Grimsehl und Lars Helmreich, erklären auf Anfrage von touristik aktuell, ein Spendenkonto einzurichten. Die Kooperation selbst will als Soforthilfe 20.000 Euro einzahlen, gleichzeitig startet sie einen Aufruf für weitere Spenden. Details sollen so früh wie möglich bekanntgegeben werden. 

TUI Travel Star richtet Spendenkonto ein

„Die erschütternden Bilder der Hochwasserkatastrophe halten uns alle in Atem“, schreiben die Geschäftsführer auf Facebook. „Neben der Betroffenheit, die wir mit den Verletzten, Angehörigen von Todesopfern und Vermissten empfinden, ist uns bewusst, dass viele Bürger der betroffenen Gebiete um ihre Existenzen kämpfen.Wir können aus Hannover nicht beurteilen, inwieweit Büros unserer Kooperationspartnerinnen und -partner betroffen sind. Deshalb bitten wir Sie, sollten Sie durch das Hochwasser in besondere Not gekommen sein, sich an die die TTS-Systemzentrale in Hannover zu wenden. Vielleicht können wir – trotz coronabedingter eingeschränkter finanzieller Leistungsfähigkeit – etwas zur Unterstützung beitragen.“

VUSR verspricht Hilfen

Auch der VUSR plant die Einrichtung eines Spendenkontos, erklärt Vorsitzende Marija Linnhoff auf Anfrage. Linnhoff, die im Kreis Hagen-Hohenlimburg lebt, ist selbst von der Hochwasser-Katastrophe betroffen. Sie weiß von Menschen, die per Hubschrauber aus ihren Häusern gerettet werden mussten, kennt Menschen, die ihre Häuser verloren haben. „Das ist eine absolute Katastrophe.“ 

Ob im VUSR organisierte Reisebüros von der Hochwasser-Katastrophe betroffen sind, wisse sie derzeit noch nicht, sagt die VUSR-Chefin. „Wir müssen uns jetzt erst einmal einen Überblick verschaffen, dann können wir Hilfen organisieren und gezielt kanalisieren“, sagt sie. 

TUI bittet betroffene Reisebüros, sich zu melden

Auch andere Unternehmen wie TUI versuchen derzeit, ihre Reisebüros zu erreichen. „Den Flutopfern gilt unser ganzes Mitgefühl. Auch wenn wir nicht vor Ort sind, so möchten wir unsere Unterstützung in dieser Ausnahmesituation zusichern. Die Erstversorgung der Menschen hat jetzt oberste Priorität. Sobald es an die Wiederherstellung der Reisebüros geht, unterstützen wir Betroffene mit allem, was unsere Lager hergeben“, sagt eine Sprecherin auf Anfrage.

Sie bittet betroffene Reisebüros, sich zu melden. Man könne schnell und unbürokratisch Möbel aus den TUI-Filialbeständen kostenlos zur Verfügung stellen. „Bitte meldet Euch bei Eurem Bezirksleiter beziehungsweise bei Eurer TUI Verkaufsleitung und wir besprechen mit Euch, was ihr benötigt und wann und wo ihr die Möbel abholt.“

RTK und Reiseland starten Möbelaktion

Möbel will unter anderem auch die RTK- und Reiseland-Gruppe betroffenen Agenturen zur Verfügung stellen, teilt Thomas Bösl, Geschäftsführer von RT-Reisen und Reiseland, mit. Über das Wochenende werde man die Lage sondieren und schauen, wo welche Hilfen benötigt werden.  „Wir stehen unserern Partnern zur Seite und unterstützen, wo und wie wir können", sagt Bösl. 

Weitere Hilfsangebote sind angekündigt. Die Redaktion von touristik aktuell wird diesen Text kontinuierlich aktualisieren.  
 

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