Futouris: Vergleichsmöglichkeit klimafreundlicher Reisen

3. März 2022 Aus Von Gerlach

Der Klimaschutz war das wichtigste Thema auf der DRV-Jahrestagung im Herbst 2021. Unter anderem wurde ein Positionspapier vorgestellt, das zentrale Schritte zum Klimaschutz bei Geschäfts- und Urlaubsreisen aufzeigte.

Jetzt geht die Branche den nächsten Schritt: Der DRV ist der Ansicht, dass die Reisewirtschaft, wenn sie den Klimaschutz vorantreiben möchte, zuerst einen Standard zur Ermittlung des CO2-Ausstoßes bei Reisen benötigt. Deshalb arbeitet die Nachhaltigkeitsinitiative Futouris, die der DRV als Schirmherr unterstützt, in dem Projekt „Klimabewusst reisen“ an einer einheitlichen Darstellung des Klima-Fußabdrucks bei Reisen am Point of Sale, also in den Reisebüros.

Klimaschonende Reiseangebote erkennen

Ziel ist, dass Kunden klimaschonende Reiseangebote erkennen können. „Der erste Schritt zur Klimaneutralität ist Transparenz“, sagt Harald Zeiss, Vorstandsvorsitzender von Futouris. „Um zu erreichen, dass klimafreundlichere Reisen bevorzugt angeboten und gebucht werden, müssen die Emissionen zunächst einheitlich berechnet und dargestellt werden.“

In der ersten Projektphase entwickelt Futouris zusammen mit dem Institut für nachhaltigen Tourismus einen Standard für die Klimabilanzierung von Reisen. Dieser Standard soll die CO2-Emissionen aus den einzelnen Bestandteilen der touristischen Wertschöpfungskette abdecken und eine möglichst breite Akzeptanz in der deutschsprachigen Tourismusbranche finden. Ab dem Herbst sollen dann die Klimabilanzierungsmethoden des Standards in die touristische IT-Infrastruktur integriert werden, sodass die Emissionen der Reisebestandteile berechnet und an den Points of Sale darstellbar werden.

Interesse an klimafreundlichen Reisen muss erhöht werden

„Mit dem Vergleichen von klimafreundlichen Angeboten können Reiseverkäufer auch kompetenter beraten“, sagt DRV-Präsident Norbert Fiebig. Dass die Sensibilität auf Kundenseiten für klimafreundliches Reisen noch gering ist, ist in der Branche bekannt. „Sie muss erhöht werden“, fordert Fiebig und erklärt: „Wir als Reisewirtschaft sind Teil des Klimaproblems, wir werden aber auch Teil der Lösung sein.“

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