FTI: Gunz übergibt an Schiller

23. Dezember 2020 Aus Von Gerlach

Nach der Corona-bedingten Verschlankung des Portfolios schließt FTI das Jahr mit der Neuordnung des obersten Managements ab. Unternehmensgründer Dietmar Gunz zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück und übergibt seinen Verantwortungsbereich an Mitgeschäftsführer Ralph Schiller. Gunz und Roula Jouny, Geschäftsführerin von Meeting Point International und MP Hotels, bleiben Anteilseigner. Der Firmengründer soll außerdem als designierter Vorsitzender des neuen FTI-Group-Aufsichtsrats weiterhin sein Know-how einbringen.

Nachdem der bisherige Minderheitsgesellschaft Samih Sawiris im April mit 75,1 Prozent Beteiligung zum Hauptanteilseigner wurde, sieht Gunz das Unternehmen „auf einem guten Weg“. Es sei für ihn und Jouny der richtige Zeitpunkt, sich neuen Aufgaben zu widmen, gleichzeitig die FTI Group aber weiterhin zu unterstützen.

Ab 1. Januar 2021 leitet Schiller gemeinsam mit Constantin von Bülow die Veranstaltergruppe. Der Rückzug von Gunz aus dem operativen Geschäft tritt zum 31. Dezember 2020 in Kraft, Jouny überträgt im Laufe des Monats Januar ihre Verantwortlichkeiten an Karim Hassan, der zuletzt im Executive Managment der Orascom Development Holding tätig war.

Jouny wolle sich nun vorrangig als Senior Advisor des Family Offices von Samih Sawiris einbringen und so die „bereits über ihre Shareholder verbundenen Firmen mit gebündelten Kräften noch wettbewerbsstärker aufstellen.“

Parallel zur neuen Führungsstruktur hat die Gruppe mit dem Bund, ihren Investoren und den Hausbanken ein neues Finanzierungspaket für 2021 geschaffen. Es umfasst unter anderem eine zweite Maßnahme aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfond (WSF) von bis zu 250 Millionen Euro. Wie auch schon bei der ersten im August gewährten Tranche handele es sich um eine Finanzierungsmaßnahme, die die FTI Group zu 100 Prozent an den Bund zurückzahlen werde, heißt es.

„Mit diesem Finanzierungspaket und den bereits von uns ergriffenen Maßnahmen richten wir den Blick ab sofort wieder längerfristig aus und gehen gestärkt und selbstbewusst in das Jahr 2021“, so Schiller. „Wir gehen mit großen Erwartungen in die nächste Saison und haben uns für den Buchungsanstieg bestens aufgestellt. Denn 2021 könnte zu einem echten Boomjahr werden.“

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