FDP-Politiker fordert differenzierte Reisehinweise

23. Juni 2020 Aus Von Gerlach

Marcel Klinge, Tourismuspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, fordert Außenminister Heiko Maas auf, noch vor der Sommerpause die pauschalen Reisewarnungen durch differenzierte Reisehinweise zu ersetzen. Beginnen solle man mit den zehn wichtigsten Urlaubsländern der Deutschen.

Klinge ist verstimmt über die Bundesregierung. Diese könne nicht einschätzen, wie hoch der Schaden für die deutsche Reisewirtschaft sei, der durch die Reisewarnung im Rahmen der Corona-Pandemie bisher zustande gekommen ist.

Der FDP-Politiker hatte kürzlich bei der Bundesregierung angefragt und kommentiert die Antwort der Regierung folgendermaßen: „Die Bundesregierung hat weder eine Ahnung, wie hoch der bisherige Schaden für die Reisewirtschaft aus den vorangegangenen Reisewarnungen ist, noch welche Kosten sie der Branche durch ihre undifferenzierte Vorgehensweise weiter aufbürdet.“

Klinge meint, Gesundheitsschutz und Sicherheit seien wichtig. Genauso wichtig sei es aber auch, Tausenden kleinen und mittelständischen Touristikbetrieben nicht ihre Existenzen zu rauben.

Außenminister Maas tut laut Klinge im Moment genau das Gegenteil. „Ohne eine objektive Risikobetrachtung – etwa anhand des Infektionsgeschehens und der Pandemiekonzepte in den Zielgebieten – warnt das Auswärtige Amt vor der Reise in nahezu alle Nicht-EU-Länder und heizt damit kostenfreie Stornierungen weiter an“, schimpft der liberale Bundestagsabgeordnete. Egal, wie gut Betriebe in der Vergangenheit gewirtschaftet hätten – monatelang keine Einnahmen, Provisionsrückzahlungen und Stornos halte niemand ewig durch.

Klinge hat eine Forderung: „Deshalb muss sich die Bundesregierung schnellstmöglich einen Überblick über die wirtschaftliche Lage der Branche verschaffen und gegensteuern, am besten mit einem Kreditfonds.“

 
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