Erreichbarkeit der Veranstalter: Die Wut wächst

30. Juni 2020 Aus Von Gerlach

Die schlechte Erreichbarkeit der Veranstalter sorgt im Reisebüro-Vertrieb für immer größere Verzweiflung. „Wie sollen meine Mitarbeiter noch Reisen verkaufen, wenn sie von Veranstaltern keine Antworten bekommen und von Kunden angebrüllt werden?“, berichtet der Inhaber eines süddeutschen Reisebüros von weinenden Mitarbeitern.

Der Gipfel sei TUI, wo Endkunden mitunter schon nach zehn Minuten einen Ansprechpartner in der Hotline haben. Reisebüros müssten dagegen tagelang auf eine Antwort warten. Und das oftmals auch bei bestehenden Buchungen mit Hotels, die bekanntermaßen zum Reisezeitpunkt noch geschlossen sind.

Zuletzt hatten vor allem die QTA und das Reisebüro-Netzwerk Brain das Thema in die Öffentlichkeit gebracht und Veranstaltern mit Boykott gedroht, sollte sich nichts ändern.

Das Problem: Reisebüros können Veranstalter, die sich zurzeit nicht koooperativ zeigen, im Fall von Neubuchungen bislang nur schlecht aussortieren und entsprechend bestrafen. Denn es gibt bis auf Schauinsland kaum positive Ausnahmen.

Fakt ist: So wie es derzeit läuft, kann es nicht weitergehen. „Meine Mitarbeiter sind psychisch nicht mehr belastbar. Die laufen mir davon, weil sie es nicht mehr aushalten. Und auch der Kunde kann nicht nachvollziehen, warum gerade wir keine Infos von den Veranstaltern erhalten“, klagt ein Reisebüro-Inhaber aus Hamburg.

Den Artikel zur Boykott-Drohung der QTA und der Rückendeckung durch das Brain-Netzwerk finden Sie im aktuellen E-Paper auf Seite 5.

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