DRV und DTV uneins über kürzere Sommerferien

15. Januar 2021 Aus Von Gerlach

In der Diskussion, wie der aktuelle Lockdown mit den damit verbundenen Schulschließungen einigermaßen abgefedert werden kann, bringen die Kultusminister der Länder auch immer wieder kürzere Sommerferien ins Gespräch. Denn irgendwann muss der versäumte Unterrichtsstoff schließlich nachgeholt werden.

In der Tourismusbranche gibt es dazu unterschiedliche Meinungen. DRV-Präsident Norbert Fiebig könnte mit verkürzten Sommerferien gut leben. „Für die Reisebranche ist die Länge der Sommerferien nicht das entscheidende Thema, da die Menschen in der Regel keine sechs Wochen verreisen, sondern eher zwei“, sagte Fiebig dem Berliner Tagesspiegel. Wichtig für die Reisebranche sei vielmehr, dass nicht alle Bundesländer zur gleichen Zeit Ferien hätten. Da müsse man sich untereinander abstimmen.

Ganz anders sieht dies Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes: „Die gebeutelte Tourismusbranche, die alles für sicheres Reisen tut, braucht Verlässlichkeit, Planbarkeit und Perspektiven von der Politik, statt ständig undurchdachte Vorschläge. Wenn touristische Reisen wieder möglich sind, wird es besonders wichtig sein, dass nicht alle zum gleichen Zeitpunkt in den Urlaub starten. Der Ferienkorridor von bis zu 90 Tagen im Sommer hat sich bewährt. Das gilt umso mehr in Corona-Zeiten.“

Auch Familien mit Kindern hätten wegen der aktuellen Krise und der überdurchschnittlichen Belastung durch Homeschooling oder Homeoffice Anspruch auf Urlaub und Erholung. Verkürzte Ferien würden seiner Ansicht nach das Gegenteil bedeuten.

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