DRV macht Druck beim Überbrückungsgeld

18. Mai 2021 Aus Von Gerlach

Wie andere Verbände auch kämpft der DRV weiter um eine Fortsetzung der Überbrückungshilfe bis mindestens September, besser noch bis zum Ende des Jahres. „Es gibt bereits intensive Gespräche über die Ausgestaltung und ich rechne Anfang Juni mit einer politischen Entscheidung“, sagte DRV-Hauptgeschäftsführer Dirk Inger auf dem heutigen digitalen Reisebüro-Tag des DRV.

Keine Hoffnung macht sich der DRV dabei bezüglich des Unternehmerlohns. Das Finanzministerium sei leider nicht bereit, bei dem Thema einzulenken, berichtete Inger. Bedauerlich sei zudem, dass die Provisionsregelung bei der Ü III und vermutlich auch der anstehenden Ü IV ins Leere laufe. Der Grund dafür: Als Basis werden Buchungen des Jahres 2020 genommen – und nicht des Vor-Corona-Jahres 2019.

Grundsätzlich sieht Inger gute Chancen für die Weiterführung der staatlichen Unterstützung. Im Fokus stünden dabei die Verlängerung der internen Ausfallkosten, der Eigenkapitalhilfe inklusive Zuschlag ab September sowie der Anschubhilfe. Bei letzterem fordert der DRV ein Umstellen der Basis auf Personalkosten anstatt der Lohnsumme.

Wichtig ist aus Sicht des DRV, dass bereits im Rahmen der Ü IV eine Wiederanlaufhilfe für die Monate Januar bis März 2022 festgezurrt wird. Der Verband schlägt dabei einen einmaligen Marketing- und Personalkostenzuschuss vor.

Beim Kurzarbeitergeld könnte nach Auffassung des DRV geprüft werden, ob die ab Juli 2021 geltenden Zahlungen der Sozialabgaben nicht Tel der Überbrückungshilfen werden könnten. Damit würde man den Unternehmen der Touristikbranche sehr gezielt helfen, Mitarbeiter zu halten. Ein Missbrauch durch weniger von Corona betroffenen Unternehmen sei ausgeschlossen.

Die Auszahlung der Hilfen ist Inger zufolge sehr unterschiedlich: „Das hängt von den Bundesländern ab – und aus unserer Sicht dauert es leider oft zu lange“, betonte der DRV-Hauptgeschäftsführer. Problematisch sei zudem, dass der Antrag auf die staatlichen Hilfen mit jeder neuen Stufe komplizierte würde.

Zudem seien viele Steuerberater am Limit ihrer Möglichkeiten – und müssten sich immer erst in die Neuerungen einarbeiten. Ingers Empfehlung: „Die Steuerberater könnten mitunter durchaus etwas mutiger werden.“

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