DRV fordert individuelle Reisehinweise

28. Juli 2020 Aus Von Gerlach

Einmal mehr hat DRV-Präsident Norbert Fiebig das Auswärtige Amt aufgefordert, von der pauschalen Reisewarnung für 160 Länder außerhalb Europas, die noch bis Ende August gilt, abzuweichen und zu individuellen Reisehinweisen zurückzugehen. Eine pauschale Reisewarnung sei nicht nachvollziehbar, so Fiebig im Gespräch mit der Nachrichtenagentur DPA.

Als Beispiel nannte er Tunesien. Das nordafrikanische Land stehe nicht auf der Liste der Risikogebiete des Robert Koch Instituts. Die Einreise aus Deutschland sei ohne Einschränkung möglich ebenso wie die Einreise für Tunesier in die EU. „Da stellt sich die Frage, warum die bestehende Reisewarnung des Auswärtigen Amtes nicht aufgehoben wird“, so Fiebig weiter.

Bereits Ende Juni hatte das Auswärtige Amt gemeinsam mit der EU in Aussicht gestellt, die Reisewarnung für 14 Länder auszusetzen – seitdem ist aber nichts passiert.

Existenzbedrohend sei die Situation für viele mittelständische Spezialanbieter im Fernreisebereich, da diese seit März keine Abreisen und somit auch keine Einnahmen hätten. „Solange die pauschale Reisewarnung besteht, haben diese Veranstalter auch keine Perspektive“, so Fiebig, der vermehrt Insolvenzen befürchtet.

Nur wo es aufgrund der Corona-Pandemie notwendig sei, solle man eine Reisewarnung aussprechen, meint Fiebig.

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