DRV-Branchencheck: Lage bleibt dramatisch

27. August 2020 Aus Von Gerlach

Eine Umfrage des DRV unter 650 Branchenunternehmen zeichnet ein dramatisches Bild: Zwei Drittel der Reisebüros schätzen ihre Situation als existenzbedrohend ein. 70 Prozent beziffern ihren Umsatz auf weniger als 25 Prozent des Vorjahresumsatzes. Knapp die Hälfte hat bereits Mitarbeiter entlassen beziehungsweise rechnet damit, dies tun zu müssen.

Auch die Reiseveranstalter stecken tief in der Krise: Der Umsatz ist um 75 Prozent eingebrochen, mehr als die Hälfte hat bereits Mitarbeiter entlassen und sieht sich in ihrer Existenz bedroht.

Um die Krise zu meistern, haben sowohl Reisebüros als auch Veranstalter staatliche Hilfen angenommen. Knapp 80 Prozent der Agenturen haben ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt, bei den Veranstaltern sind es 85 Prozent. Darüber hinaus haben 85 Prozent der Reisebüros und 76 Prozent der Veranstalter Überbrückungshilfen beantragt, die jedoch zum größten Teil noch nicht ausgezahlt sind. Gut 70 Prozent der Antragsteller warten laut DRV bislang noch auf dringend benötigte Gelder.

Der Branchencheck zeige, wie wichtig es sei, die staatlichen Überbrückungshilfen „mindestens“ bis zum Jahresende zu verlängern, sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig. Sie müssten allerdings im Detail noch angepasst werden.

Darüber hinaus fordert Fiebig die Politik einmal mehr auf, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen, innerhalb derer sie ihr Geschäft wieder aufnehmen können. „Widersprüchliche Signale seitens der Politik, etwa was die Bedeutung von Reisewarnungen betrifft, sind nicht hilfreich. Wir brauchen verlässliche Kommunikation und, wo möglich, differenzierte Reisehinweise statt pauschaler Reisewarnungen“, so Fiebig weiter.

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