Corona: Regierung entscheidet Ende März über Hilfen

11. März 2020 Aus Von Gerlach

Als „zu langsam“ hat DRV-Hauptgeschäftsführer Dirk Inger das Vorgehen der Bundesregierung im Hinblick auf die Verabschiedung eines Coronavirus-Maßnahmenpakets kritisiert. Dieses soll voraussichtlich am 27. März in Gänze verabschiedet werden. Dann wird sich zeigen, wie und ob das Neun-Punkte-Programm des DRV berücksichtigt wurde (siehe hier). Erste Gelder könnten Ende März/Anfang April fließen.

Während eines Webinars, an dem an diesem Mittwoch rund 900 Reiseexperten teilnahmen, informierten Inger und Kommunikationstrainerin Wibke Rissling-Erdbrügge über die Auswirkungen der Coronakrise. Wie groß die Verunsicherung in der Branche ist, zeigte sich anhand der zahlreichen Fragen.

Ein Thema: Liquiditätshilfen. Einem Teilnehmer zufolge stellten sich Banken derzeit quer. Seine Hausbank gewähre trotz der schwierigen Situation  keine Unterstützung, erläuterte er.

Inger verwies unter anderem auf die Förderbank KfW, die verschiedene Programme anbiete. „Die Verfahren sind sehr kompliziert“, erläuterte er. Deshalb habe der DRV um eine Vereinfachung gebeten. Auch seien die Programme noch nicht „ganz passgenau“ für die Reisewirtschaft, weshalb nachgeschärft werden soll. In diesem Zusammenhang bat Inger die Teilnehmer um Mithilfe und Feedback.

Bei Fragen wie „Wer trägt die Kosten, wenn der Kunde vor Reiseantritt in Quarantäne muss, jedoch nicht erkrankt ist“ verwies Inger aufgrund der Komplexität an die Justiziare des DRV. Umstritten sei zudem, wie Veranstalter reagieren müssen, wenn die Quarantäne im Urlaub erfolgt. „Die Meinung des DRV ist, dass Veranstalter bei einer Pauschalreise drei Nächte und den Rückflug zahlen müssen. Für die restliche Zeit muss der Kunde aufkommen.“ Doch viele Veranstalter zeigten sich laut Inger deutlich kulanter.

Auch die Lockerung der Regeln beim Thema Kurzarbeit wurde angesprochen. Das soll am Freitag in Bundestag und Bundesrat beraten werden. Das Thema wird auch DRV-Vorstand und TUI-Vertriebschef Hubert Kluske in einem weiteren Webinar am Donnerstag behandeln. Dieses findet von 13 bis 14 Uhr statt. Eine Anmeldung ist unter drv.de/newsroom/corona möglich.

Infos zu den Förderprogrammen der KfW finden Interessierte hier.

 
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