Corona-Krise: Branche soll Betten bereitstellen

17. März 2020 Aus Von Gerlach

„Die Tourismusindustrie kann eine konstruktive Rolle bei der Bekämpfung der Corona-Krise einnehmen“, sagt Branchen-Experte Alexis Papathanassis, Professor an der University of Applied Sciences in Bremerhaven. Schließlich beherrschte sie die Organisation und Logistik von Personenverkehr „par excellence“ und sei geschult, mit Kapazitätsrisiken umzugehen. „Diese Stärke kann man auch in Krisenzeiten nutzen“, appelliert Papathanassis im Gespräch mit touristik aktuell an die Branche. 

Konkret schlägt er vor, die leer stehenden Betten in Hotels und auf Kreuzfahrtschiffen weltweit als Krankenbetten – etwa während der Gesundungsphase von Patienten – zur Verfügung zu stellen und so im Bedarfsfall Krankenhäuser zu entlasten. Diesen „sinnvollen Notfallplan“ hat Papathanassis der Politik unterbreitet. Wie der Tourismus-Experte erläutert, würde dies dem Image der Branche, die zuletzt in der öffentlichen Diskussion um den Klimaschutz „nicht gut weggekommen“ sei, sicherlich „nicht schaden“.

„Das ist eine riesige Chance für Touristikunternehmen und Kreuzfahrtreedereien, zu zeigen, dass es ihnen nicht nur um den Verkauf von Urlaubsprodukten geht. Die Botschaft sollte lauten: Menschen sind wichtiger als Geld.“

Da es für die aktuelle Krise keinen Präzedenzfall gebe, sollte die Branche nach Prinzipien handeln, lautet seine Empfehlung. „Langfristig wird sich das auszahlen – so oder so“, ist Papathanassis überzeugt.

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