Branche wehrt sich gegen Quarantänepflicht

22. März 2021 Aus Von Gerlach

Die deutsche Tourismusbranche wehrt sich gegen eine neue mögliche Quarantänepflicht für Reiserückkehrer selbst aus Nicht-Risikogebieten. In einem offenen Brief vom Deutschen Reiseverband (DRV) und Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) heißt es, ein solcher Beschluss wäre unverhältnismäßig, nicht zielführend und würde zudem die Gesundheitsbehörden überfordern, da sie die Einhaltung der Quarantäne überwachen müssten.

Das Kanzleramt hatte in einem Beschlussentwurf für die Bund-Länder-Rund am heutigen Montag von einer Quarantäne- und Testpflicht für alle Reisenden aus dem Ausland gesprochen, unabhängig von den dortigen Inzidenzen. Der Punkt ist aber in eckigen Klammern formuliert und steht unter einem "Prüfvorbehalt".

DRV und BDL sind überzeugt, dass der angedachte Beschluss darauf zielt, die Osterreisen nach Mallorca zu verhindern. Die Inzidenz auf der Insel liege derzeit aber bei unter 20, zusätzlich gelten dort strenge Vorschriften. „Bei der Rückreise nach Deutschland besteht insofern auch kein erhöhtes, sondern ein sogar stark vermindertes Eintragungsrisiko“, schreiben DRV-Präsident Norbert Fiebig.

Die Bundesregierung habe ein System errichtet, das bei stabilen Inzidenzen unter 50 keine Reisebeschränkungen vorsehe und eine Quarantäne erst bei Inzidenzen darüber. Eine weitere Verschärfung würde die Frage aufwerfen, warum dann bei Bewegungen in Deutschland bei sehr viel höheren Inzidenzen keine Quarantänepflicht verlangt werde.

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