Branche: Die Reisewelt nach Corona

9. Juli 2021 Aus Von Gerlach

Dass es nach der Corona-Pandemie zu großen Umbrüchen in der Touristik kommt, erwartet Studiosus-Manager Guido Wiegand nicht. „Kurzfristig sind sicherlich Anpassungen nötig. Aber langfristig werden die Kunden wieder in alte Verhaltensmuster fallen“, glaubt er. Vielmehr würden wieder altbekannte Trendthemen wie Nachhaltigkeit, Kreuzfahrten und Seniorenreisen in den Mittelpunkt des Interesses rücken, aber auch Probleme wie Overtourism zurückkehren.

Dies erklärte Wiegand jüngst in einem Experten-Talk auf dem TSS-Kongress „Fokus Reiselust“. Zudem wurde die Frage erörtert, welche in der Pandemie entstandenen Kundenbedürfnisse zukünftig noch akut seien werden.

Flex-Tarife bleiben bestehen 

Die Pauschalisten zeigten bei zwei Corona-Kundenbedürfnissen Einigkeit: Der Wunsch nach Sicherheit und nach mehr Buchungsflexibilität werde die Pandemie überdauern. So lautet unter anderem das Fazit von Koray Cavdir, Geschäftsführer von Ferien Touristik/Coral Travel, sowie von Alltours-Geschäftsführer Georg Welbers.

Laut Welbers gehören Flex-Tarife mittlerweile zum Standard. Er steht mit dieser Meinung nicht alleine da. In der jüngsten Vergangenheit hatten sich bereits Anbieter wie TUI, FTI und Bentour für den Fortbestand von Flex-Tarifen ausgesprochen. Das Positive an der Entwicklung: Die Zahl der Stornierungen hält sich offenbar in Grenzen.

Online-Nutzung nimmt stark zu

Folgen für den Counter hat Michael Faber vom Netzwerk Tourismuszukunft ausgemacht. Er weiß, dass die Digitalisierung in der Pandemie noch einmal den Turbo eingelegt hat. „Wir sehen im Kundenalltag eine starke Zunahme der Online-Nutzung – das betrifft alle Altersgruppen.“ Das werde künftig auch so bleiben.

Deshalb warnt der Internet-Experte: „Auch wenn das klassische Geschäft in den Reisebüros momentan wieder stark läuft, dürfen diese ihre Online-Möglichkeiten nicht vernachlässigen.“ Darüber hinaus hätten sich viele Reiseverkäufer während der Pandemie im Online-Bereich weitergebildet. Dieses Wissen müsse unbedingt erhalten und auch angewandt werden. Faber forderte alle Reiseverkäufer auf: „Bitte integriert Euer neues Know-how in den Reisebüro-Alltag.“

Welche Veränderungen auf den Flugbereich und die Gruppenveranstalter zu kommen, lesen Sie im kompletten Artikel, der Anfang nächster Woche in der neuen touristik aktuell erscheint.

 
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