Billigflieger: Weniger Angebot, höhere Preise

6. November 2019 Aus Von Gerlach

Das große Wachstum der Billigflieger ist vorbei – zumindest auf dem deutschen Markt. Dies ist das Ergebnis der neuen „Low Cost Monitor“-Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). 

Demnach lag die Zahl der Starts pro Woche im Sommer 2019 ein Prozent unter dem Rekordwert vom Vorjahr. Damals hoben in der untersuchten Referenzwoche im Juli 2018 noch 6.750 Low-Cost-Maschinen ab. Spürbar reduziert hat der Untersuchung zufolge Marktführer Eurowings das Angebot mit einem Minus von 3,5 Prozent auf rund 3.100 Starts pro Woche. Aber auch Ryanair samt Tochter Lauda boten mit gut 1.500 Flüge knapp zwei Prozent weniger als 2018. Allein Wizz Air verzeichnete entgegen dem Trend ein Wachstum und kam auf 314 Starts pro Woche.

Gleichwohl wuchs unterm Strich die Streckenvielfalt weiter: Etwa 940 Verbindungen ab Deutschland wurden im Sommer von Billig-Airlines bedient, 14 mehr als im Vorjahr. Auch der Gesamtanteil des Low-Cost-Segments am Flugverkehr stieg leicht von 32 auf 33 Prozent. Hier spielt laut DLR aber der generelle Rückgang der Flugbewegungen in Deutschland eine Rolle: Die übrigen Airlines verzeichnen mit minus 3,5 Prozent einen noch höheren Rückgang.

Nicht nur das Flugvolumen der Billigheimer ist in Deutschland gesunken, auch ihr zentrales Verkaufsargument sticht immer weniger. Denn die vom DLR ermittelte Preisspanne, die den Bereich der durchschnittlichen Brutto-Flugpreise für eine repräsentative Auswahl an Flugstrecken der bedeutendsten Low Cost-Airlines abbildet, ist erneut gestiegen. In diesem Herbst liegt sie mittlerweile zwischen 44 und 111 Euro, nachdem sie vor einem Jahr noch zwischen 38 und 100 Euro rangierte. Dies führen die Experten auf höhere Kosten zurück, was vor allem an den gestiegenen Kerosinpreisen liegen dürfte.

 
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