Best-Reisen: Sommer endet mit massiven Umsatzeinbrüchen

27. August 2021 Aus Von Gerlach

Die Reisebüros der Kooperation Best-Reisen melden für die Sommermonate Juni, Juli und August massive Umsatzeinbrüche und gleichzeitig viele Stornierungen. Von Rückgängen zwischen 25 und 100 Prozent berichten laut einer Befragung der Zentrale 76 Prozent der Mitgliedsagenturen für Juni, 88 Prozent für Juli und 90 Prozent für August – jeweils im Vergleich zu den Sommermonaten des Jahres 2019, wie die Kooperation mitteilt. 

Gleichzeitig musste ein Drittel bis fast die Hälfte der Büros, je nach Monat, mehr als ein Viertel des Geschäfts rückgängig machen. Besonders viele Stornierungen kamen von Familien, also zu ertragsstarken Buchungen, wie Best-Reisen betont. Und die Aussichten auf die kommenden Monate machen wenig Mut: So rechnen die Mitgliedsbüros zu etwa gleichen Teilen mit Stillstand im Reisegeschäft oder allenfalls einer leichten Erholung.

Zeit nach dem Lockdown ein „Minusgeschäft“

„Für unsere Reisebüros erweist sich die Zeit nach dem Ende des Lockdowns im Großen und Ganzen letztendlich leider als ein Minusgeschäft“, bilanziert Best-Reisen-Vorstand Cornelius Meyer. Sie hätten erneut „in erheblichem Maß ihre eigene Arbeit vernichten und fest gebuchte Urlaubsreisen stornieren“ müssen. Zwar gebe es massiven Nachholbedarf, der zunächst zumindest teilweise einen Ansturm verursacht habe, so Meyer. „Durch die unsichere Lage und die unübersichtlichen Maßnahmen der Bundesregierung mussten jedoch viele Buchungen wieder rückabgewickelt werden.“

An der Umfrage der Kooperation haben sich nach deren Angaben rund 200 Reisebüros beteiligt – damit betrachtet Best-Reisen sie als repräsentativ.

Hauptgrund für die negative Entwicklung sind für die Mitglieder Unsicherheiten bei der Einstufung von Ländern als Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet: Für fast alle Büros haben diese Unsicherheiten zum neuerlichen Umsatzeinbruch „stark beigetragen“, so ein Ergebnis der Befragung.

Auch die „aufgeheizte Medienberichterstattung über eine vierte Pandemiewelle und Virusvarianten sowie tendenziöse Berichte über Reiserückkehrer“ nennt die Kooperation als starke Gründe. Gleichzeitig seien die Kunden, die gereist sind, insgesamt zufrieden: Mehr als zwei Drittel der Reisebüros sagen, alle Reisenden seien glücklich, gesund und zufrieden zurückgekehrt.

Unsicherheit auf Kundenseite beschert Reisebüros Neukunden

Als weitere positive Erkenntnis hält die Kooperation fest, dass in mehr als drei Vierteln der Büros sich die Reisenden dankbar zeigten für gute Betreuung und Beratung, und dass immerhin 58 Prozent der Büros in den vergangenen Monaten Neukunden gewonnen haben.

„Dass die Beratung im Reisebüro wieder sehr stark ins Bewusstsein der Kunden gerückt ist, freut uns natürlich, ist aber letztendlich nur ein schwacher Trost“, so Meier. Die „diffusen Regelungen und Einstufungen“ der Behörden hätten die Kunden verunsichert und die Reisebüros „definitiv Geschäft gekostet“.

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