BDL kritisiert geplante Testzentren-Schließung

25. August 2020 Aus Von Gerlach

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) appelliert an Bund und Länder, die Corona-Test-Infrastruktur an den Flughäfen beizubehalten. BDL-Präsident Peter Gerber wertet das Vorhaben der Gesundheitsminister als alarmierendes Zeichen dafür, dass die Testkapazitäten in einigen Bundesländern nicht hinreichend ausgebaut worden seien, um alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten zu testen. 

„Für die europäische Tourismuswirtschaft, für die Luftverkehrswirtschaft und für die vielen Menschen, die Verwandte und Freunde besuchen wollen, geschäftliche Termine wahrnehmen müssen oder Urlaub machen wollen, ist das ein bitterer Rückschritt“, kritisiert Gerber. „Damit werden erneut rund 80 Prozent der Flugziele im Luftverkehr mit Deutschland durch pauschale Quarantänebestimmungen blockiert.“

Gerber erachtet die derzeitige Teststrategie als wirkungsvollen Schritt zur Minimierung des Infektionsrisikos. Es sei sinnvoll, die Quarantänepflicht bei der Rückkehr aus Risikogebieten durch einen negativen Covid-19-Test zu ersetzen. „Denn eine pauschale Quarantänepflicht wirkt de facto wie eine Reisebeschränkung – mit der Folge, dass der entsprechende Verkehr zum Erliegen kommt“, so Gerber. 
  
Der BDL fordert die Regierung zu einer differenzierten Betrachtung der Risiken in den einzelnen Ländern auf. Es müsse noch stärker nach Regionen differenziert werden, anstatt komplette Staaten zum Risikogebiet auszuweisen. Ein differenzierter und risikobasierter Ansatz ermögliche es, die Testkapazitäten effizienter einzusetzen und die Zahl der notwendigen Tests zu reduzieren. 

Wie berichtet, hatten sich die Gesundheitsminister der Länder am Montag dafür ausgesprochen, die kostenlosen Tests nach Rückkehr aus Risikogebieten wieder abzuschaffen. Stattdessen müssen die Rückkehrer in 14-tägige Quarantäne, die sie durch einen negativen Covid-19-Test frühenstens nach fünf Tagen abkürzen können. (siehe hier)

 
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