Asien: So planen Veranstalter den Neustart

15. März 2021 Aus Von Gerlach

Noch ruht fast das gesamte Asien-Geschäft. Doch die weltweiten Impfungen wecken Hoffnungen. Was passiert, wenn ein asiatisches Ziel sich für internationale Touristen öffnet? Wie schnell kann ein Veranstalter das Programm hochfahren?

„Bevor wir in einem Ziel in den Re-Start gehen, finden umfangreiche Gespräche in unserem Sicherheits-Management statt“, berichtet Jörn Krausser, Asien-Produktchef bei DER Touristik. Wichtig sei der Quarantäne-Aspekt im Land, das Vorgehen bei einem positiven Fall und Abstimmungen auf internationaler Ebene.

Laut Krausser beobachtet das Sicherheits-Management von DER Touristik Indikatoren wie das Infektionsgeschehen. „Erst wenn das Sicherheits- und Gesundheits-Management grünes Licht erteilt und die Bewertung des Auswärtigen Amtes passt, eröffnen wir ein Zielgebiet.“

Neben behördlichen Klärungen muss sich der Veranstalter mit Airlines und Leistungsträgern vor Ort abstimmen. Für die Wiedereröffnung von Hotels habe das Sicherheits-Management mit einem Analytik-Labor ein Drei-Phasen-Konzept entwickelt. Dies habe sich in den letzten Monaten bei Neustarts in Europa bewährt. Es sei auch eine Orientierung für die Hotelbetriebe in Asien.
 

Neustart über Nacht nicht möglich

Kein Zielgebiet könne „über Nacht“ hochgefahren werden. „Wir öffnen unsere Produktpaletten sehr solide. Die Sicherheit genießt oberste Priorität“, sagt Krausser.

Für reine Hotelurlaube gibt es von den Behörden klare Vorgaben. Auch DER Touristik sorge mit Präventionsmaßnahmen für höchstmögliche Sicherheit. So wurden von und für die Hotels Sicherheitskonzepte erarbeitet, insbesondere hinsichtlich der Abstands- und Hygieneregeln. Auch für Rundreisen gebe es behördliche Auflagen und vom Veranstalter klar definierte Sicherheitskonzepte.

Laut dem Produktchef können unter den Auflagen Rundreisen – zumindest in Kleingruppen – durchgeführt werden. Letztendlich hänge viel von der Eigenverantwortung der Reisenden ab. „Mitmachen und Mitdenken ist wichtig“, so Krausser.

Für das Neustart-Marketing hat das Krisen-Management „Take Care-Flyer“ erarbeitet. Diese dienen dem Vertrieb als Grundlage für erste Kundeninfos. „Damit werten wir die Rolle des stationären Vertriebs deutlich auf: Reisebüros können mit Informationen aus erster Hand echten Mehrwert bieten“, so der Fachmann.
 

Das Potenzial für Asienreisen sei sehr gut

Für Krausser ist das Marktpotenzial für Reisen nach Südost- und Fernostasien sehr gut. „Die meisten Länder haben sich frühzeitig sehr stark abgeschottet und sind so gut wie Covid-19-frei.“

Sobald die Länder Vertrauen hätten, dass Touristen das Virus nicht wieder einschleppten und die Einreise erlaubt werde, werde die Reiseintensität steigen. „Ich glaube an einen massiven Aufholeffekt“, so Krausser. Zudem könne der digitale Impfpass eine erhebliche Erleichterung für den Reiseverkehr bedeuten und auf der Fernstrecke ein wichtiges Instrument werden.

Krausser hofft, dass sich Thailand bald öffnet. „Und sei es zunächst nur regional begrenzt.“ Nicht nur für Touristen sei das wichtig, sondern speziell für die lokale Bevölkerung, die stark unter dem Wegfall des Tourismus leide.

 
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