Anzahlungen: QTA appelliert gegen Abschaffung

17. März 2021 Aus Von Gerlach

In der neu entfachten Diskussion rund um Vorauszahlungen bei Reisebuchungen schließt sich die Reisebüro-Allianz QTA dem DRV an, geht aber noch einen Schritt weiter: Aus Sicht der QTA sind Anzahlungen nicht nur für Veranstalter überlebenswichtig, sondern auch für den überwiegend mittelständisch geprägten Reisevertrieb. 

Der Grund dafür ist einfach: In den Anzahlungen sind auch die Provisionen für die Reiseberatung enthalten. QTA-Sprecher Thomas Bösl warnt deshalb vor Überlegungen des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, die Vorkasse abzuschaffen. Zugleich verweist Bösl auf die hohe Insolvenzabsicherung der Kundengelder.

In einer aktuellen Mitteilung betont die Allianz, dass die Anzahlungen für Reisebüros „existenzsichernd“ seien. Die klein- und mittelständischen Unternehmen gingen zu 100 Prozent in Vorfinanzierung, da die Beratungsleistung ihr Kerngeschäft sei und vor Reiseantritt erfolge. Insofern ist es laut Bösl „nur fair, wenn die Reisebüros die Vergütung für ihren Beitrag zu einem gelungenen Urlaub auch zeitnah erhalten“.

Genau dies ist jedoch nach wie vor nicht bei allen Veranstaltern der Fall: Viele Anbieter überweisen die Provision erst kurz vor oder nach der Abreise. Würden Anzahlungen wegfallen, wären Veranstalter allerdings überhaupt nicht mehr in der Lage, Provisionen unmittelbar nach der Buchung zu überweisen.

Bösl hebt in seinem Statement auch die Sicherheit der Kundengelder hervor, die im europäischen Recht verankert sei und in Deutschland gerade neu geregelt werde: „Wer sich für eine Veranstalterreise entscheidet, ist finanziell gesehen auf der sicheren Seite. Diese Garantie haben Kunden nicht, wenn sie ihre Reise eigenständig zusammenstellen. Aus diesem Grund ist die Pauschalreise die verbraucherfreundlichste und sicherste Art, den Urlaub zu planen.“

Das Statement des DRV zum Thema finden sie hier.

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