Airlines: Optimistisch in den Sommer

10. März 2021 Aus Von Gerlach

Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie ist die Luftfahrtbranche überzeugt, dass touristische Flugreisen im Sommer einen Aufschwung erleben werden. Bei Geschäftsreisen werde die Erholung allerdings länger dauern, so die Überzeugung von Führungskräften großer Airline-Gruppen, die auf der virtuellen Reisemesse ITB Now einen Ausblick auf die kommende Saison gegeben haben.

So zeigt sich Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister „recht optimistisch“, was die bevorstehende Sommersaison angeht. „Die Leute wollen reisen und wir werden alles dafür tun, um da zu sein, wenn die Nachfrage anzieht.“ Daher werde der Kranich-Konzern in der Hochsaison von Juli bis September zwischen 60 und 70 Prozent der Flugkapazitäten von 2019 anbieten. Was das Streckennetz und die Flugziele angehe, sei man sogar wieder bei 100 Prozent.

„Kickstart für den Flugverkehr“

Auch Rivale Ryanair rechnet in diesem Jahr mit einer Erholung, die zunächst bei den Kurzstreckenflügen in Europa einsetzen werde. Die Impfungen seien in der Pandemie „Game Changer“ und „Kickstart für den europäischen Flugverkehr“, ist CEO Eddie Wilson überzeugt – und kündigt zugleich an, unter anderem in Deutschland wieder expandieren zu wollen.

Zurückhaltender sind die Prognosen hingegen im Fernstreckenverkehr. Emirates-Präsident Tim Clark etwa geht für die Märkte Asien, Afrika und Europa davon aus, dass die Nachfrage „spätestens Mitte 2022“ voll zurückkommen werde. Bis dahin werde auch die Flotte wieder das Niveau von Ende 2019 erreichen. Ähnlich sieht es Ed Bastian, Chef des US-Carriers Delta Air Lines: Wachsende Buchungszahlen sehe er momentan vor allem für inländische Strecken, der internationale Markt sei momentan noch „ein Jahr weit entfernt“.

Das gilt nach Einschätzung der Branchenkenner auch für die Geschäftsreisen. Lufthansa-Manager Hohmeister rechnet damit, dass die Nachfrage der Business Traveller ab kommendem Jahr wieder anzieht, denn auch hier gebe es ein „Bedürfnis nach persönlichen Kontakten“. Momentan sieht es in diesem Segment aber eher düster aus: Bei Delta beispielsweise ist es um 80 Prozent eingebrochen. „Da stellt sich für uns kurzfristig die größte Frage nach dem richtigen Business Mix“, sagt CEO Bastian.

Harmonisierung von Corona-Maßnahmen

Neben der Überzeugung, dass sich der Markt weiter konsolidieren wird, sind sich die Airline-Chefs auch einig, dass die Corona-Krise Flugreisen nachhaltig verändern wird. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei jedem Reiseschritt seien zentrale Aspekte, meint Ben Smith, Vorstandschef von Air France/KLM. Ebenso wichtig sei eine „globale Harmonisierung“: Für Sicherheitsmaßnahmen gegen Covid-19, Gesundheitsdokumente wie Test- und Impfzertifikate und Einreisebestimmungen müssten schnellstmöglich einheitliche internationale Standards eingeführt werden.

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